moobil+ im Landkreis Cloppenburg  Viele Barßeler nutzen Rufbusangebot

| | 09.03.2023 11:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
14 Kleinbusse der Marke Mercedes Sprinter verkehren auf den 13 Linien im Kreisgebiet Cloppenburg. Friesoythe ist die einzige Kommune, in der zwei Busse im Einsatz sind. Die Busse bieten je acht Plätze und fahren knapp 600 Haltestellen im Landkreis an - 123 feste sowie 471 Bedarfshaltestellen. Auch Räder, Kinderwagen und Rollatoren können transportiert werden. Seit Februar gibt es ein Sparticket für 19 Euro im Monat. Foto: Kreisverwaltung
14 Kleinbusse der Marke Mercedes Sprinter verkehren auf den 13 Linien im Kreisgebiet Cloppenburg. Friesoythe ist die einzige Kommune, in der zwei Busse im Einsatz sind. Die Busse bieten je acht Plätze und fahren knapp 600 Haltestellen im Landkreis an - 123 feste sowie 471 Bedarfshaltestellen. Auch Räder, Kinderwagen und Rollatoren können transportiert werden. Seit Februar gibt es ein Sparticket für 19 Euro im Monat. Foto: Kreisverwaltung
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Über das 2020 gestartete Rufbussystem moobil+ ist die Gemeinde Barßel gut vernetzt und auch regional gut angebunden. Der Verkehrsausschuss zeigte sich aufgeschlossen, das Angebot zu verstetigen.

Barßel - In der Gemeinde Barßel wird das kreisweite Rufbussystem moobil+ gut angenommen. Im vergangenen Jahr nutzten rund 3500 Fahrgäste aus dem Gemeindegebiet die Kleinbusse. Daniel Seemann, Mobilitätsmanager des Landkreises Cloppenburg, stellte die Entwicklung des Angebots am Mittwoch im Ausschuss für Straßenbau und Verkehr im Pfarrheim St. Ansgar vor und nannte Zahlen. Demnach bleibt der Beitrag, mit dem sich die Gemeinde Barßel an dem 2020 gestarteten Projekt beteiligt, eingefroren bei 42.169 Euro, auch wenn die tatsächlichen Kosten seitdem angestiegen sind. Seemann machte deutlich, dass der Landkreis interessiert daran ist, moobil+ zu verstetigen, weshalb er die Mehrkosten trägt und den Anteil der Kommunen auf den bisherigen Beitrag deckelt.

Daniel Seemann (am Kopfende, ganz links), Mobilitätsmanager des Landkreises Cloppenburg, erläuterte am Mittwoch den Mitgliedern des Barßeler Verkehrsausschusses die Entwicklung des kreisweiten Rufbussystems moobil+. Einstimmig entschied sich der Ausschuss dafür, das Angebot bis 2029 weiterhin zu finanzieren. Bei der Entscheidung half die Tatsache, dass der Beitrag für die Kommunen gedeckelt bleibt, auch wenn die tatsächlichen Kosten steigen. Foto: Fertig
Daniel Seemann (am Kopfende, ganz links), Mobilitätsmanager des Landkreises Cloppenburg, erläuterte am Mittwoch den Mitgliedern des Barßeler Verkehrsausschusses die Entwicklung des kreisweiten Rufbussystems moobil+. Einstimmig entschied sich der Ausschuss dafür, das Angebot bis 2029 weiterhin zu finanzieren. Bei der Entscheidung half die Tatsache, dass der Beitrag für die Kommunen gedeckelt bleibt, auch wenn die tatsächlichen Kosten steigen. Foto: Fertig

Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder unter Vorsitz von Johannes Röttger dafür, dass sich Barßel weiterhin an dem Programm beteiligt und die jährlichen Betriebskosten dafür bis März 2029 in den Haushalt einstellt. Aus Sicht der Bürgerfraktion sei moobil+ für Barßel sehr positiv, sagte BfB-Ratsherr Hubert Niemeyer. Für das umfassende Angebot finde seine Fraktion gut 42.000 Euro keine hohe Summe. „Zu diesem Preis eine eigene Buslinie zur Verfügung zu haben - günstiger geht es, glaube ich, nicht“, bestätigte Mobilitätsmanager Seemann.

Barßel über moobil+ gut angebunden und vernetzt

Tatsächlich ist die Gemeinde durch ihre eigene Linie M02 auch regional gut angebunden. Über einen sogenannten Rendezvous-Punkt bei der Haltestelle Elisabethfehn, Kanalweg, ist Barßel angebunden ans Saterland. Über die Haltestelle Kamperfehn, Dorfplatz, erreicht man die Linie M03 nach Friesoythe. Außerdem kommt man mit moobil+ zur Linie 360 nach Westerstede, zur Linie 380 nach Oldenburg und zur S90 nach Cloppenburg und Augustfehn.

Wie Seemann ausführte, hat das Angebot nach einer Anpassung des Fahrplanes im April 2022 deutlich an Nachfrage gewonnen. Seitdem werden mehr Haltestellen angefahren, die Kernlinien wurden verlängert und Nachbargemeinden angebunden.

594 Haltestellen im Kreisgebiet

Insgesamt gibt es im Kreisgebiet 594 Haltestellen, von denen 123 feste Haltestellen sind und 471 Bedarfshaltestellen. In der Gemeinde Barßel gibt es 49 Haltestellen, zwölf feste und 37 Bedarfs-Haltepunkte. Zum Vergleich: Die Linie M10 in der Kreisstadt Cloppenburg fährt 58 Haltestellen an. Im Saterland gibt es sieben feste Haltestellen und 19 Bedarfshaltestellen, insgesamt also 26. Mitgenommen werden können auch Fahrräder, Kinderwagen und Rollatoren. Seit Februar gibt es ein Sparticket, das 19 Euro pro Kalendermonat kostet.

Man sei ständig bemüht, das Angebot zu optimieren, betonte Seemann. Änderungswünsche nehme die Mobilitätszentrale, die am Pingel Anton in Cloppenburg ihren Sitz hat, gerne entgegen. Die Zentrale, die über eine kostenlose Hotline erreichbar ist, ist täglich von 6 bis 19 Uhr besetzt.

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