Anschaffung beantragt Passbild aus der Box? Rhauderfehn vertagt Entscheidung
In Ostrhauderfehn gibt es einen Passbild-Automaten. Für Rhauderfehn hat sich eine Ratsgruppe auch einen gewünscht. Doch es stehen neue gesetzliche Regelungen an.
Rhauderfehn - Wer im Rathaus einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragt, braucht es: ein biometrisches Passbild, das den aktuellen Anforderungen entspricht. Damit man das gleich vor Ort anfertigen lassen kann, plädiert die Ratsgruppe UR/B.f.R. für die Anschaffung eines Passfoto-Automaten für das Bürgerbüro der Gemeinde Rhauderfehn. Die Verwaltung soll diese Idee prüfen.
Bislang müssten die Fotos andernorts gemacht und dann ins Bürgerbüro gebracht werden. „Ich selber habe dies bei der Beantragung der Reisepässe für mich und meinen Sohn erlebt. Die Fotos haben wir zunächst im Rathaus Ostrhauderfehn gemacht und sind dann damit ins Rathaus Rhauderfehn zur Beantragung der Ausweise gefahren. Gerade für ältere Menschen, denen die notwendige Mobilität fehlt, ist dieser Zustand nicht gut“, erklärt Gruppensprecher Rainer Bron in dem Antrag.
Bald nur noch digital
Der wurde nun allerdings erst einmal zurückgestellt. „Es stehen bei den Passbildern Änderungen an. Ab 1. Mai 2025 dürfen Passbilder nur noch digital erstellt und sicher an die Meldestelle übertragen werden“, erklärt Bürgermeister Geert Müller. „Daher wollen wir bis 2024 abwarten und schauen, ob das mit einem Automaten überhaupt möglich ist. Und wir wollen auch erfragen, wie die Fotografen vor Ort dann damit umgehen.“
Foto-Studios, die biometrische Passbilder anfertigen, gibt es im Fehntjer Zentrum durchaus. Das gab auch eine Leserin zu bedenken, die von der Foto-Kabinen-Planung gehört hatte: „Die kleinen Läden haben es doch so schon schwer“, sagt sie. „Da kann man ihnen doch diese kleine Einnahmequelle lassen.“
Der Preis ist der gleiche
Preislich gesehen tun sich Fotograf und Foto-Kabine derzeit nichts: Zehn Euro bezahlt man am Automaten im Ostrhauderfehner Rathaus für vier Fotos. Die Foto-Studios haben den gleichen Preis.
Ein Unterschied: In der Kabine muss der Kunde selber, ohne fachliche Beratung, darauf achten, ob die doch recht umfangreichen Anforderungen ans Bild erfüllt sind: Spiegelt die Brille? Lächelt der Mund zu viel? Sind die Ohren mit drauf? Sitzt der Kopf gerade und in der Mitte des Rahmens? Bei Fehlern lehnt die Meldestelle das Foto ab, und man muss noch einmal los.