Neue Geräte kommen  Spielplatz Rhaudermoor wird aufgewertet - und barrierefrei

| | 28.02.2023 12:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bis jetzt steht für die Kleineren Kinder nur ein Kletterturm im Sand. Das soll sich bald ändern. Foto: Janßen
Bis jetzt steht für die Kleineren Kinder nur ein Kletterturm im Sand. Das soll sich bald ändern. Foto: Janßen
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Künftig sollen Kinder mit und ohne Handicap hier spielen können. Vorher wird schon das Angebot für die Kleinsten ergänzt. Ein beliebtes Element muss vielleicht weichen.

Oberledingerland - Rhauderfehn soll einen inklusiven Spielplatz bekommen. Will heißen: Alle Kinder, mit und ohne Handicap, sollen die Möglichkeit haben, die Angebote dort wahrzunehmen. Dafür werden Spielgeräte angeschafft, die besondere Voraussetzungen erfüllen müssen. Standort soll auf dem großen Spielplatz am Hinrich-Stuart-Weg in Rhaudermoor sein. Dort wird außerdem ein Bereich für Kleinkinder neu hergerichtet und ausgestattet. Der Wunsch nach einer Aufwertung der Fläche war aus dem Ortsrat Rhaudermoor gekommen.

Zeitnah könnten die Spielgeräte für die kleineren Kinder ihren Platz finden. Sie stehen nämlich schon auf dem Bauhof bereit. „20.000 Euro sind für diesen Bereich eingeplant“, so Bauamtsleiter Michael Taaks. Zunächst war überlegt worden, den Aufbau gemeinsam mit dem der integrativen Spielgeräten zusammen auszuschreiben. „Dafür brauchen wir aber noch Zeit. Und da die Kleinkinder-Geräte schon da sind, werden wir diese wohl vorab schon installieren.“

Rund 100.000 Euro sind eingeplant

Der barrierefreie Teil des Spielplatzes für die etwas größeren Kinder wird noch ein bisschen auf sich Warten lassen, weil die Gemeinde versuchen möchte, dafür Fördermittel zu bekommen. „Rund 100.000 Euro sind für den inklusiven Platz eingeplant“, so Taaks. Zum Vergleich: Wenn in einem Baugebiet ein Spielplatz neu eingerichtet werde, rechne die Kommune mit Kosten von rund 50.000 Euro. „Da kommen wir gut mit hin“, so Taaks. Die integrativen Spielgeräte seien aber teurer. Und auch der Aufbau erfordert spezielle Kenntnisse.

Es gebe zwar Firmen mit Rundumkonzept, die also die Geräte lieferten und den Aufbau übernähmen, so Bürgermeister Geert Müller. Das sei aber sehr teuer. Kostengünstiger sei es, die Geräte zu kaufen und den Aufbau separat auszuschreiben.

Was wird aus dem Rutsch-Hügel?

Außerdem müsse auch noch überlegt werden, wie der Spielplatz künftig aufgeteilt und gestaltet werden solle. Und ob der Hügel mit der Rutsche in der Mitte abgetragen werden soll. Der ist allerdings etwas Besonderes, das andere Spielplätze nicht zu bieten haben. Und: Er sei er einzige Rodelhügel, der in der Umgebung zu finden sei, wurde im Ortsrat angemerkt.

Ob der Hügel mit der großen Rutsche bleiben kann, ist noch nicht raus. Foto: Janßen
Ob der Hügel mit der großen Rutsche bleiben kann, ist noch nicht raus. Foto: Janßen

Sicher ist indess, dass der Spielplatz so aufgebaut werden soll, dass die Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam spielen können. Eine Unterteilung nach „Das ist dein Bereich und das Deiner – das wollen wir nicht“, so Müller. Barrierefreie Spielgeräte gibt es in der Nachbarschaft nur auf dem Spielplatz in Grotegaste, sagt Kirsten Beening, Rathaussprecherin in Westoverledingen. „Dieser Spielplatz zeichnet sich seit Anfang 2020 durch seine Barrierefreiheit aus und ist für alle Generationsgruppen geeignet.“ Die Erfahrungen mit diesem Spielplatz seien sehr positiv. „Da es ein ähnlich großes Angebot an barrierefreien und generationsübergreifenden Spielgeräten in der näheren Umgebung nicht gibt, kommen viele Gäste auch außerhalb Westoverledingens nach Grotegaste“, so Beening.

Durch die Umgestaltung im Jahr 2019 sei der Spielplatz erheblich aufgewertet worden. „Die Kosten betrugen seinerzeit 318.000 Euro, von denen 200.000 Euro durch das EU-Programm Leader gefördert wurden.“ In Ostrhauderfehn, so Rathaussprecherin Gerta Waden, gibt es keine entsprechenden Spielplätze. „Lediglich der Calisthenics-Park am Idasee ist barrierefrei und somit von Menschen mit Handicap nutzbar.“

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