Kirche im Saterland Katholische Gemeinden bilden künftig Pastorale Räume
An diesem Freitagabend informiert St. Jakobus Saterland in Ramsloh über die geplante Umstrukturierung.
Saterland/Region - Das Bistum Münster schafft neue Strukturen: Es entstehen pastorale Großgebiete. Unterschiedliche Pfarreien werden ab 2024 in sogenannten pastoralen Räumen zusammenarbeiten. Die ersten Gespräche dazu haben bereits vor mehr als 20 Jahren begonnen. Nun werde Bischof Dr. Felix Genn nach Ostern 2023 über die endgültige territoriale Fassung der Räume entscheiden, um sie dann im Jahr 2024 in Kraft zu setzen, heißt es aus dem Bistum Münster.
An diesem Freitagabend wird die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus Saterland ab 19 Uhr in der Kirche in Ramsloh den Stand der Entwicklungen vorstellen. Denn nun geht der Prozess der Umstrukturierung auch im Oldenburger Land in die Endphase. Dort hat das zuständige Bischöfliche Offizialat Vechta, BMO, im Frühjahr 2022 Vorschläge für die pastoralen Räume vorgelegt. Aus jetzt 40 Gemeinden im Offizialatsbezirk werden sechs „Pastorale Räume“. Vorschläge des Offizialats für die geografische Zusammensetzung liegen seit 2022 vor. In Stein gemeißelt sind sie nicht.
Änderungswünsche werden noch diskutiert
St. Jakobus Saterland könnte laut Vorschlag des Offizialats künftig den Pastoralen Raum II mit den benachbarten Gemeinden in Barßel, Friesoythe, Bösel, Garrel im Kreis Cloppenburg sowie Bad Zwischenahn und Westerstede im Ammerland bilden. „Sofern Pfarreien bezüglich des geografischen Zuschnitts Änderungswünsche haben, werden diese besprochen, und es wird sondiert, ob die Wünsche berücksichtigt werden können“, teilte dazu Dr. Philipp Ebert vom Offizialat auf Anfrage mit.
„Die Voten der Pfarreien gehen derzeit im BMO ein. Bisher können wir sagen, dass sich die Pfarrei Bad Zwischenahn dahingehend geäußert hat, dass sie sich eher im Pastoralen Raum III (Oldenburg-Delmenhorst) sieht. Entsprechend stehen in den kommenden Wochen Gespräche zwischen den Protagonisten aus Bad Zwischenahn und dem vorgeschlagenen Pastoralen Raum III an“, so Ebert weiter.
Referentin informiert und beantwortet Fragen
„Wichtig ist zu wissen“, sagt Pfarrer Ludger Fischer von der Kirchengemeinde Saterland, dass es „keine Fusionen“ geben werde. Das habe Bischof Genn ausgeschlossen. Die Gemeinden bleiben eigenständig. Doch es werde Veränderungen geben - weitere Wege zu Gottesdiensten etwa.
Dazu gibt es Freitagabend Informationen. Referentin Franziska König vom Offizialat in Vechta wird auf Einladung von St. Jakobus Saterland über die kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen sprechen, die Anlass geben für die Entwicklung der Pastoralen Räume. Außerdem wird sie über den Stand des Projektes zur Umsetzung der Pastoralen Räume sprechen und Fragen der Anwesenden beantworten“, teilte Pressesprecher Dr. Ebert mit.
Die neuen Strukturen werden notwendig wegen des demografischen Wandels, der zurückgehenden Zahl der Kirchenmitglieder und besonders wegen der deutlich sinkenden Zahl der Priester und hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger, erklärt Pfarrer Fischer. Er möchte die Gemeinde mitnehmen und mit ihr am Freitagabend klären: „Wohin entwickeln wir uns? Was ist uns in unserer Gemeinde wichtig für die Zukunft?“ Das neue Konstrukt müsse mit Leben gefüllt werden, sagt Georg Pugge, der Vorsitzende des Pfarreirats. Für Ehrenamtliche und Hauptamtliche sei die Umstrukturierung eine große Herausforderung.