Orgelmusik aus dem Kreis Cloppenburg  Landkreis lässt CD einspielen

| | 25.12.2022 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Landrat Johann Wimberg (links) und Diplom-Kirchenmusiker Heinrich Deboi stellten die Orgel-CD „Residenzen - Orgelmusik aus den 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Cloppenburg“ im Kreishaus vor. Foto: Kreisverwaltung
Landrat Johann Wimberg (links) und Diplom-Kirchenmusiker Heinrich Deboi stellten die Orgel-CD „Residenzen - Orgelmusik aus den 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Cloppenburg“ im Kreishaus vor. Foto: Kreisverwaltung
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Der Landkreis Cloppenburg hat eine CD mit Orgelmusik produziert, die in Kirchen aller 13 Kommunen eingespielt worden ist. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Friesoyther Heinrich Deboi zu.

Landkreis Cloppenburg - „Residenzen - Orgelmusik aus den 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Cloppenburg“ lautet der Titel einer neuen CD, die der Landkreis Cloppenburg jüngst im Kreishaus vorgestellt hat.

In den vergangenen Monaten ließ der Landkreis in jeder der 13 Kommunen im Kreisgebiet ein Orgelwerk mit Beteiligung des erfahrenen „Noiseless-Studios“ von Toningenieur Jörg Seemann aus Rhede/Ems aufzeichnen, so dass die CD 13 Musikstücke umfasst. Bei der Auswahl der Orgeln spielten neben den Besonderheiten des Instruments vor allem auch die Erfordernisse der Komposition eine wichtige Rolle.

Sieben Musiker setzten sich an Tasten und Pedale

Die Musikstücke wurden von sieben Kirchenmusikern und Organisten aus dem Kreisgebiet eingespielt: Carlos Reigadas spielt in Friesoythe, Garrel und Harkebrügge, Oliver Strauch in Löningen, Lindern und Lastrup und Christian Kienel in Cloppenburg, Cappeln-Schwichteler und gemeinsam mit seiner Frau Barbara in Emstek-Hoheging, womit dann als Besonderheit sogar auch ein vierhändig gespieltes Stück auf der CD zu hören ist. Darüber hinaus lässt Rainer Brüggehagen die Orgel in Essen-Bevern erklingen, Adrian Langer improvisierte in Bösel, und Jan Niemann spielt als jüngster aller Interpreten in Scharrel und Molbergen.

„Die Orgel als Königin der Instrumente ist in vielen Kirchenräumen des Kreises beheimatet und erhebt sie zu Residenzen“, erklärt Landrat Johann Wimberg den Titel des neu erschienenen Tonträges. „Orgelmusik und Orgelbau gehen auf eine 2000-jährige Geschichte zurück und gehören zum Immateriellen Kulturerbe, das von der UNESCO anerkannt, zu erhalten, zu pflegen und zu fördern ist.“ Der Landkreis als Kulturbehörde müsse immer wieder auf die kulturellen Schätze der Region aufmerksam machen, so Wimberg. Es freue ihn daher, dass das CD-Projekt durch die Genehmigung der Deutschen UNESCO-Kommission mit dem Logo „Immaterielles Kulturerbe Orgelbau und Orgelmusik“ gekennzeichnet werden durfte.

Heinrich Deboi als Aufnahmeleiter gewonnen

Der Dank des Landrats geht an alle Mitwirkenden für die musikalische und technische Realisierung des neuen Tondokuments. Neben den beteiligten Organisten geht sein besonderer Dank dabei auch an Heinrich Deboi, der als Aufnahmeleiter das organisatorische Netz zwischen Landkreis, Interpreten, Kirchengemeinden und Tonstudio geknüpft und künstlerisch betreut hat. „Es freut mich, dass wir auf Expertise, Erfahrung und Engagement von Heinrich Deboi zurückgreifen durften.“ Wimberg hatte bereits in seiner Zeit als Bürgermeister der Stadt Friesoythe zwei gelungene CD-Produktionen in Zusammenarbeit mit Deboi realisiert.

Diplom-Kirchenmusiker Heinrich Deboi sagte: „Gerade in krisengeschüttelten Zeiten können - neben Geld und Nahrung - Kunst und Kultur als „Lebensmittel“ die Menschen wieder aufrichten. Die Initiative des Landkreises kann daher gar nicht hoch genug bewertet werden.“

CD wird auch in Barßel und Ramsloh angeboten

Die Orgel-CD wird zu einem Preis von 10 Euro verkauft. „Nach Abzug der Produktionskosten soll der Reinerlös komplett der Arbeit aller Tafeln im Landkreis Cloppenburg zur Verfügung gestellt werden“, erklärte der Landrat.

Die CD kann auch in den Pfarrbüros der Kirchengemeinden St. Ansgar, Barßel, und St. Jakobus, Saterland, erworben werden, sowie in St. Marien, Friesoythe und direkt bei dem Friesoyther Heinrich Deboi (Telefon 04491 2175).

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