Baudenkmal in Barßel  Das Müllerhaus soll wieder mit Leben gefüllt werden

| | 06.12.2022 13:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bürgermeister Nils Anhuth und Bauamtsmitarbeiterin Maja Peters von der Gemeinde Barßel vor dem Müllerhaus, für das ein Nutzungskonzept gesucht wird. Beide halten ein Exposé in den Händen.. Foto: Kruse
Bürgermeister Nils Anhuth und Bauamtsmitarbeiterin Maja Peters von der Gemeinde Barßel vor dem Müllerhaus, für das ein Nutzungskonzept gesucht wird. Beide halten ein Exposé in den Händen.. Foto: Kruse
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Für das historische Gebäude wird ein Nutzungskonzept gesucht. Bürgermeister Nils Anhuth und Bauamtsmitarbeiterin Maja Peters freuen sich auf Ideen von Investoren, Gruppen und Vereinen.

Barßel - Für das historische Müllerhaus mit seinen Nebengebäuden bei der Ebkensschen Windmühle in Barßel wird ein Nutzungskonzept gesucht. Investoren, Gruppen oder Vereine können das unter Denkmalschutz stehende Gebäude erwerben oder pachten. „Es gibt dabei keine Denkverbote. Ziel ist es, das Müllerhaus wieder mit Leben zu füllen“, sagte Bürgermeister Nils Anhuth.

Wer Interesse hat, muss sich mit einem aussagekräftigen Konzept und einer konkreten Kaufpreis- beziehungsweise Pachtpreisvorstellung bei der Gemeinde Barßel darum bewerben. Am Ende entscheidet der Rat, wer den Zuschlag erhält. Bei allen Konzepten sei es allerdings wichtig, den Denkmalschutz zu beachten.

Gemeinde ist Eigentümerin

Seit dem Sommer 2019 ist die Gemeinde Barßel Eigentümerin des Ensembles um die Ebkenssche Windmühle am Mühlenweg. Hierzu zählen in zentraler Ortslage die Windmühle sowie das angrenzende Müllerhaus mit seinen Nebengebäuden. Die Windmühle wird vom „Arbeitskreis Mühle“ des Bürger- und Heimatvereins Barßel betreut. Daran wird sich nichts ändern, so Anhuth.

„Bei dem nun gesuchten Nutzungskonzept handelt es sich um ein Konzept für die Nutzung des Müllerhauses inklusive dessen Geräteunterstand und Pferdestall“, ergänzt Bauamtsmitarbeiterin Maja Peters mit. Sie ist Ansprechpartnerin im Rathaus für Interessenten. Das um 1900 erbaute Müllerhaus steht seit dem Erwerb durch die Kommune leer. Zuvor war dort das Restaurant Müllerhaus mit Saalbetrieb. Der Saal bietet Platz für bis zu 120 Personen. „So etwas gibt es derzeit in der Gemeinde nicht“, sagte Anhuth.

Gastronomie und Kultur

Ein Restaurant in dem Gebäude ist offenbar auch der Wunsch der Bevölkerung. Zumindest war das bei einer Bürgerbeteiligung im Oktober 2019 die Tendenz zu einer möglichen Nutzung. Damals hatten sich deutlich

Gastronomie und Kultur als gewünschte Nutzungsmöglichkeiten herauskristallisiert, erinnerte Bürgermeister Anhuth. Die Planungsgruppe Brakenhoff aus Westerstede hatte 2020 bereits ein Nutzungskonzept für das Müllerhaus inklusive seiner Nebengebäude vorgestellt. Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie im Müllerhaus sowie neue Appartements anstelle des Pferdestalls auf dem Grundstück sah der Entwurf vor. Nur fand sich kein Investor dafür. Ein möglicher Grund: „Das Gebäude verfügt über eine solide Grundsubstanz. Aufgrund des langen Leerstandes ist aber eine Kernsanierung empfehlenswert“, heißt es im Exposé, das auf der Internetseite der Gemeinde öffentlich einsehbar ist.

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