GA-Foto schafft es bis Katar DFB-Star Füllkrug schaut sich Wiesmoor-Story an
2013 kickte Niclas Füllkrug in Ostfriesland. Am Montag sah sich der Nationalspieler davon sogar ein Foto an. Der Wiesmoorer Marcel Saathoff erzählt zudem eine unglaubliche Trikot-Geschichte.
Wiesmoor - Der Fokus der deutschen Fußball-Nationalspieler sollte und dürfte voll und ganz auf dem letzten WM-Gruppenspiel am Donnerstag gegen Costa Rica liegen. Doch ein wenig Freizeit haben die Kicker von Trainer Hansi Flick in Katar natürlich auch. Und in dieser sind die besten Kicker der Nation ab und zu auch in den Sozialen Medien unterwegs. Stürmer Niclas Füllkrug, der spätestens seit seinem Tor beim 1:1 gegen Spanien in aller Munde ist, schaute am Montag sogar kurz auf der Instagram-Seite von Germania Wiesmoor vorbei.
Wie kam es denn dazu? Der VfB Germania Wiesmoor hatte ein Foto in seiner Story gepostet, auf dem Zweite-Herren-Spieler Marcel Saathoff Werder-Angreifer Niclas Füllkrug gekonnt abgrätscht. Dazu schrieb der Verein „Nur ein Germane stoppt . . .“ und markierte das Instagram-Profil von Niclas Füllkrug. Rund 450 User haben dieses Foto, das nur 24 Stunden abrufbar war, gesehen. Als einer der ersten schaute es sich tatsächlich Niclas Füllkrug an, wie in der Aufrufe-Liste des Profils von Germania Wiesmoor zu sehen ist. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Schließlich dürfte Niclas Füllkrug in diesen Tagen hundert- oder gar tausendfach markiert worden sein. Auch Marcel Saathoff postete das Foto mit ihm und Füllkrug in seiner Story. „Meine hat sich Füllkrug aber nicht angeschaut“, sagt er.
Füllkrug beschenkt Saathoff
Das besagte Foto ist im Sommer 2013 auf dem Sportplatz von GW Firrel aufgenommen worden. Geschossen hatte es GA-Fotograf Klaus Ortgies während des Gastspiels des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen beim damaligen Bezirksligisten. Werder gewann standesgemäß mit 11:1. Der damals 20-jährige Füllkrug war es, der mit einem Doppelpack in der 27. und 28. Minute den Toreigen eröffnete. Einmal konnte der damalige Firrel-Verteidiger Marcel Saathoff das damalige Nachwuchstalent aber per Grätsche stoppen – wie das GA-Foto belegt.
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An das Spiel gegen Bremen erinnert sich Marcel Saathoff gerne zurück. „Als Werder-Fan ist es ein ganz besonderes Erlebnis, gegen seinen Lieblingsverein spielen zu dürfen“, sagt der 35-Jährige, der mittlerweile in der B-Klasse für die Reserve seines Heimatklubs Germania Wiesmoor aufläuft. Zweimal kam er in dieser Saison aber auch schon für die Bezirksliga-Mannschaft der Germania zum Einsatz. „Füllkrug war im Spiel die ganze Zeit am Quatschen, das hat Spaß gemacht. Er war und ist einfach sympathisch und nicht abgehoben“, sagt Saathoff. „Nach dem Spiel hat er mir sogar ein Trikot von ihm in die Hand gedrückt.“
Trikot mit der „falschen“ Rückennummer
Neben jenem Füllkrug-Trikot von 2013 hat Saathoff noch ein weiteres – eines von 2022 im National-Dress. Die Geschichte dahinter hat es in sich. Dieses Trikot hat Marcel Saathoff von seiner Freundin Elena Crämer zu seinem Geburtstag geschenkt bekommen – und dieser war Ende August. „Sie wusste, dass Füllkrug mein Lieblingsspieler ist. Ich habe erst einen Gutschein für das Trikot bekommen, weil das neue DFB-Trikot erst im September präsentiert wurde.“ Als es soweit war, bestellte Elena Crämer wie angekündigt das aktuelle Nationaltrikot mit Niclas Füllkrug hinten drauf. Da hatte der Werder-Stürmer zwar schon ein paar Mal in der Bundesliga geknipst, aber von der Nationalmannschaft hat noch niemand geredet. „Bei einer Fete mit Freunden hatte ich das Trikot angezogen und wurde von allen belächelt“, berichtet Saathoff. Anfang November wurde Füllkrug tatsächlich erstmals vom Bundestrainer Hansi Flick nominiert – es bedeutete direkt das WM-Ticket.
Als der Stürmer von Werder gegen Spanien zum 1:1 traf, jubelte ganz Fußball-Deutschland – und in einem Wiesmoorer Wohnzimmer mit Marcel Saathoff einer im Trikot des Torschützen, aber mit einer falschen Rückennummer. In Katar läuft Niclas Füllkrug mit der 9 auf, Elena Crämer bestellte das Füllkrug-Trikot für ihren Freund aber mit der 11. Diese Nummer trägt der Angreifer bei Werder Bremen. Über diesen Makel kann der beschenkte Marcel Saathoff aber schmunzeln. Der Weitblick seiner Liebsten ist so schon phänomenal.