Freizeit in Barßel Mehrgenerationenplatz an der Soeste geplant
405.000 Euro sind für das Projekt zwischen dem Fluss und der Integrierten Gesamtschule geplant. Zuschüsse in Höhe von 300.000 Euro sind möglich. In der Politik gibt es Zustimmung und Kritik.
Barßel - Ein multifunktionaler Mehrgenerationenplatz soll in Barßel entstehen. Dafür ist als Standort die Fläche zwischen dem Deich der Soeste und dem Sportpark bei der IGS Barßel vorgesehen. Dort ist auch der Skatepark vorgesehen. Rund 405.000 Euro sind für die Anlage im Haushalt der Gemeinde Barßel veranschlagt. Doch diese Summe möchte die Kommune nicht allein Schultern. Dafür sollen Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ in die Haushaltskasse fließen. Bei Bewilligung würde es 300.000 Euro für dieses Projekt geben. Um das Vorhaben anzuschieben, beschloss der Ausschuss für Kultur, Sport und Tourismus der Kommune auf seiner Sitzung in der Mensa der IGS einen entsprechenden Antrag für den „Mehrgenerationsplatz“ auf den Weg zu bringen. „Ziel des Programms ist, dass unter anderem die Grundzentren in ländlichen Räumen ihr Attraktivität erhalten oder noch steigern“, erklärte Bürgermeister Nils Anhuth.
Die Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung (ARSU) aus Oldenburg ist damit beauftragt worden, einen Vorschlag für die Umsetzung zu erarbeiten, mit der sich die Gemeinde auf eine Förderung bewerben kann. „Der geplanten Mehrgenerationenplatz liegt in einer wunderbaren zentralen Lage und ist gut erreichbar für viel Nutzergruppen. Es soll ein Begegnungsort für viele werden“, sagte Planerin Julia Nahrath vom Büro ARSU. Vier verschiedene Zonen könnten eingerichtet werden: Entspannen und Treffen, Bewegung und Gesundheit, Element Wasser sowie Chillen und Treffen.
„Wunderbare Biotopfläche“
Vorgesehen sind Sitzgelegenheiten, überdachte Bereiche, und es wird einen „Treffpunkt Hochbeet“ für barrierefreies Gärtnern geben sowie einen Bereich mit Blick aufs Wasser, ein Wassertretbecken, Wasserspiele, einen Barfußpfad und Fitnessgeräte für alle Leistungsniveaus. Zudem soll es eine Bühne mit Podium geben. „Sollte das Projekt bewilligt werden, erfolgt der Projektstart im September 2023 und der erste Spatenstich ist für Sommer 2024 vorgesehen. Wenn alles reibungslos verläuft, kann im Herbst 2024 die Einweihung erfolgen“, so Julia Nahrath.
„Wir von der CDU-Fraktion begrüßen so ein Projekt. Es trägt zur Attraktivität der Gemeinde bei“, so Ratsherr Johannes Geesen. Auch von der SPD-Fraktion gab es Zustimmung. „Allerdings hätten wir uns noch ein Gesamtkonzept für die ganze Umwelt des Schul- und Sportzentrums gewünscht“, so Maik Kamphaus. „Wir würden uns freuen, wenn es zu diesem Platz noch einen Grünplan gibt“, meinte Ratsherr Hubert Niemeyer (BFB).
Kritik äußerte Ratsherr Hannes Coners vom Bündnis 90/Die Grünen. „Die vorgesehene Fläche an der Soeste war vorher eine wunderbare Biotopfläche. Die ist einfach ohne Zustimmung des Rates platt gemacht worden“, so Coners. Das Geld für den jetzt geplanten Platz sollte lieber in ein Verkehrskonzept für die Gemeinde gesteckt werden. So beispielsweise in Fahrradstraßen oder sozial gerechte Mobilität. Damit könnte man eine Verkehrswende einleiten. „Es geht hier und heute um die Grobplanung und darum, den Förderantrag auf den Weg zu bringen. Was im Detail später passiert, erfolgt dann in der Feinplanung mit vielen Beteiligten“, so Bürgermeister Nils Anhuth.