Er baute den Konzern mit auf  Ehemaliger Müsing-Chef Ewald Eden mit 92 Jahren gestorben

| | 25.10.2022 16:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Dieses Bild zeigt Seniorchef Ewald Eden (links) bei einem Besuch des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel (2. von rechts) im Müsing-Werk in Ihrhove im April 2001. Im Vordergrund sind zudem Ewald Edens Sohn Theodor (rechts) und der damalige SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Collmann zu sehen. Foto: Archiv
Dieses Bild zeigt Seniorchef Ewald Eden (links) bei einem Besuch des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel (2. von rechts) im Müsing-Werk in Ihrhove im April 2001. Im Vordergrund sind zudem Ewald Edens Sohn Theodor (rechts) und der damalige SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Collmann zu sehen. Foto: Archiv
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Eden entwickelte die Ihrhover Firma zu einem großen Bauunternehmen mit bis zu 1650 Mitarbeiter in Deutschland und Europa. Aber er war auch auf vielen anderen Feldern engagiert. Ein Nachruf.

Ihrhove - Der frühere Chef des Ihrhover Bauunternehmens Müsing, Ewald Eden, ist am Montag im Alter von 92 Jahren gestorben. Eden war der Enkel von Anton Müsing, der 1930 das Bauunternehmen in Ihrhove gegründet hatte. Die Firma beschäftigte in seinen besten Zeiten rund 1650 Mitarbeiter in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Ewald Eden selbst arbeitete seit seinem 18. Lebensjahr in dem Betrieb, seit 1957 war er Teilhaber des Unternehmens. Unter seiner Regie nahm Müsing in der Nachkriegszeit seinen rasanten Aufschwung und erschloss neue Tätigkeitsfelder. Meilensteine waren unter anderem die Investition in eine Asphaltmaschine 1962, durch die sich binnen Jahresfrist der Umsatz verdoppelte.

Baukrise erschütterte auch Müsing-Konzern

Eden zog auch die Fäden der ersten Betriebsübernahme 1969. Ein Jahr später gründete Müsing einen Betrieb in den Niederlanden. Die Expansion ging zügig weiter. Unter anderem in Friedeburg und Emden entstanden Müsing-Niederlassungen. Die Overledinger Maschinenbau GmbH, die sich inzwischen auf die Metallverarbeitung spezialisiert hat und als Stahl-Service-Center GmbH firmierte, wurde aus der Taufe gehoben. Es folgten viele weitere Expansionen. Ewald Edens Sohn Theodor wurde 1990 zusätzlich zum Geschäftsführer berufen.

Ende der neunziger Jahre erschütterte jedoch eine Baukrise in Deutschland das wirtschaftliche Gleichgewicht der Firma Müsing. 2004 meldete das Mutterunternehmen Insolvenz an.

Jenseits seines unternehmerischen Engagements setze sich Eden als Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Emden für die Belange der Wirtschaft ein, machte zunächst als aktiver Fußballer und später dann als erster und zweiter Vorsitzender Concordia Ihrhove zu einem 1300 Mitglieder starken Verein mit einer Oberliga-Mannschaft. Außerdem arbeitete Eden im Kreissportausschuss in Leer mit, um die Belange des Sports zu fördern.

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