Wegen Energiekrise Keine Weihnachtsbeleuchtung mehr? Erste Kommune reagiert
Überall wird zum Energiesparen aufgerufen. Das könnte sich in der Adventszeit auch auf die Weihnachtsbeleuchtung auswirken. Eine erste Gemeinde im GA-Gebiet hat bereits eine Entscheidung getroffen.
Oberledingerland/Saterland/Barßel - In Zeiten der Energiekrise befassen sich auch die Kommunen damit, wie sie Strom und Gas einsparen können. Dabei steht auch die lieb gewonnene Tradition der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Prüfstand. Ob die Bürger tatsächlich auf die vielen bunten Lichter verzichten müssen, steht allerdings in den Gemeinden des GA-Verbreitungsgebietes noch nicht fest. Lediglich im Saterland wurde bereits entschieden, zumindest einen kleinen Teil der Lichter nicht mehr anzuschalten.
Saterlands Bürgermeister Thomas Otto (parteilos) erklärte: „Die Gemeinde unterhält, mit Ausnahme von Lichtpyramiden in den Fenstern des Rathauses, selbst keine Weihnachtsbeleuchtung.“ Das werde über die örtlichen Bürgervereine und die Werbegemeinschaft Ramsloh organisiert. Ob hier Einschränkungen geplant seien, steht noch nicht fest. Doch Otto betont: „Die bisher übliche Ausleuchtung der Fenster des Rathauses in der Adventszeit durch die Lichtpyramiden wird in diesem Jahr entfallen – auch wenn ich persönlich Sympathie für die im Hinblick auf das Weihnachtsfest mit der Ausleuchtung verbundene christliche Symbolik hege.“
In Rhauderfehn wird sogar weniger Energie verbraucht
Über die allgemeinen Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Saterland wird politisch in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses beraten. „Hier könnte sich über eine Verkürzung ein Einsparpotenzial bieten, wobei eben der eigentliche Zweck einer Ausleuchtung, der in einem Zugewinn, sowohl an Verkehrssicherheit, als auch einem allgemeinen Sicherheitsgefühl liegt, hier nicht völlig außer Betracht bleiben darf“, so Otto weiter.
In Rhauderfehn ist es so, dass in der Regel die Straßenbeleuchtung auf Weihnachtsbeleuchtung umgestellt wird - und sogar eher weniger als mehr Energie verbraucht wird. Frank Kappernagel erklärt: „In der Rhauderwieke haben wir zum Beispiel Straßenbeleuchtung, die 60 Watt benötigt,. Die Weihnachtssterne haben 24 LED-Lampen. Diese verbrauchen 16,8 Watt und somit weniger. An den verkehrswichtigen Punkten leuchtet allerdings die Straßenbeleuchtung mit.“
In der Gemeinde Westoverledingen soll nach Angaben von Rathaus-Sprecherin Kristen Beening in den kommenden Wochengemeinsam mit der Politik besprochen werden, in welchem Umfang die Weihnachtsbeleuchtung wieder aufgehängt wird. In Ostrhauderfehn und auch in der Gemeinde Barßel ist über dieses Thema noch nicht entschieden worden. Entsprechende Gespräche werden noch geführt.