Alternativveranstaltung für Krammarkt Alles ist startklar für Marktparty in Ramsloh
Eine einmalige Angelegenheit werden soll die Marktparty, die am Sonnabend in Ramsloh gefeiert wird. Sie ist die Alternative zum Krammarkt. Organisiert wird sie auch nicht von der Gemeinde.
Ramsloh - Am Sonnabend steigt in Ramsloh eine Party, die einzigartig ist: Die Werbegemeinschaft Ramsloh veranstaltet eine Marktparty als Alternative zum Krammarkt, den die Gemeinde Saterland in diesem Jahr nicht ausrichtet. Doch die Marktparty soll eine singuläre Veranstaltung bleiben. Das Orga-Team um Martin Thoben, den Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, setzt darauf, dass die Gemeinde 2023 wieder das Heft des Handelns in die Hand nimmt und eine Neuauflage der beliebten Traditionsveranstaltung Krammarkt ausrichtet.
Doch jetzt wird erst einmal alternativ die Marktparty gefeiert, und das auf dem Gelände von Garten Janssen an der Moorgutstraße 2. „Wir sind alle guter Dinge, optimistisch, was das Wetter angeht und hoffen auf gute Resonanz“, versichert Thoben.
Startschuss am Vormittag
Das fünfköpfige Orga-Team, das neben Thoben noch aus Uwe Drees, Andre Stoppelmann, Ralf Kösters und Karsten Fugel besteht, wäre froh, wenn möglichst viele Marktparty-Gäste pünktlich zum Start mit dabei wären. Denn die Veranstaltung ist – analog zu ihrem Ursprung, dem Krammarkt – ein Frühtanz. Um 11 Uhr wird die Pary mit dem Anstich eines Fasses Freibier eröffnet. Anschließend spielt die Partyband „On the Rox“ aus dem Landkreis Diepholz live bis 16 Uhr Tanz- und Stimmungsmusik. Danach bedient Karsten Fugel als DJ Null Problemo vom Orga-Team den Plattenteller.
Neben einem Getränkestand bietet der Reit- und Fahrverein Saterland bunte Mixgetränke an einer Cocktailbar an. Zu essen gibt es Pizza, Bratwurst, Pommes und gebratene Champignons. Um die Pilzpfanne kümmert sich die Karnevalsgesellschaft Ramsloh.
Gartenmarkt bietet Kulisse
Donnerstagabend hat das Orga-Team alles aufgebaut. Vor der Bühne gibt es eine große Tanzfläche, aber es bleibt noch genug Platz für alle, die einfach nur chillen, essen und trinken und sich mit anderen Leuten treffen wollen.
„Eine bessere Kulisse kann man für eine solche Veranstaltung nicht finden“, sagt Karsten Fugel mit Blick auf den zur Partymeile umgestalteten Gartenbaubetrieb. Er mache am Sonnabend so lange Musik, versichert Fugel, bis alle Gäste zufrieden seien. Aber weil die Marktparty als Frühtanz angelegt ist, gehen die Veranstalter nicht davon aus, dass bis tief in die Nacht gefeiert wird.
Freiluftparty mindert Corona-Gefahr
„Wie wollen einfach, dass die Tradition des Krammarkts in Ramsloh bestehen bleibt, auch wenn wir es nicht leisten können, das Fest in dem gewohnten Umfang auszurichten“, erläutert Fugel die Motivation der Werbegemeinschaft, die Aktion in die Hand zu nehmen. Natürlich sei es schade, dass es diesmal keinen Familientag mit Flohmarkt gebe.
Martin Thoben sagt, er habe schon viel positive Rückmeldungen bekommen, auch weil bei der Marktparty als Freiluftveranstaltung die Gefahr nicht so groß sei, sich mit Corona anzustecken.
Saterland gibt Geld
Von der Gemeinde gibt es finanzielle Unterstützung für die Marktparty. Das Saterland fördert das Event nach dem Beschluss des Verwaltungsausschusses mit 5000 Euro. Wenn per Rechnung nachgewiesen wird, dass mehr Geld ausgegeben wurde, wird das mit bis zu weiteren 2500 Euro ausgeglichen.
Saterlands Bürgermeister Thomas Otto versichert, dass es in Ramsloh bei einer einzigen Marktparty bleiben werde. Es sei politisch gewünscht, dass die Gemeinde im nächsten Jahr wieder einen Krammarkt veranstalte, so der Verwaltungschef. Der werde dann auch wieder mit Empfang und Flohmarkt sein. Die dafür im Rathaus zuständige Kollegin sei bereits am Thema dran. Die Gemeinde sei dankbar, versichert Otto, dass in diesem Jahr die Werbegemeinschaft die Initiative ergriffen habe, eine Party für die Saterländer auszurichten.
Platz und Personal fehlen
Zwei Jahre lang durfte der Krammarkt wegen Corona nicht stattfinden. Diese Jahr fällt er aus, weil es der Gemeindeverwaltung personell nicht möglich war, die Veranstaltung zu organisieren. Zudem steht der Dorfplatz wegen der Arbeiten für den Umbau des Busbahnhofs nicht zur Verfügung.
Gefeiert wird der Krammarkt sonst immer eine Woche nach dem Hafenfest in Barßel. Er hat eine mehr als 300-jährige Geschichte und war ursprünglich ein Viehmarkt. Ende April hatte die Gemeinde den Krammarkt abgesagt. An dieser Entscheidung hatte es viel Kritik gegeben.
Große Feier als Ersatz für den abgesagten Krammarkt
Marktparty als Ersatz für den abgesagten Krammarkt
Marktparty in Ramsloh lockt mit Strandflair
2023 soll es wieder einen Krammarkt in Ramsloh geben