Nach vielen Jahren  Lehrerinnen nahmen Abschied vom Gymnasium

| | 21.08.2022 10:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Als Team in die Schule: Ulrike Fuhrmann mit einem ihrer Altdeutschen Schäferhunde. Foto: Archiv
Als Team in die Schule: Ulrike Fuhrmann mit einem ihrer Altdeutschen Schäferhunde. Foto: Archiv
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Heike Bohlen war seit Gründung der Rhauderfehner Schule 2004 dabei. Ulrike Fuhrmann kam 2006 dazu - und brachte jahrelang besondere Unterstützung mit.

Rhauderfehn - Sie haben Ideen entwickelt und mitgeholfen, der Schule ein Profil zu geben. Am Ende des Schuljahres in diesem Sommer wurden die beiden langjährige Lehrerinnen des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums – Heike Bohlen und Ulrike Fuhrmann – nun in den Ruhestand verabschiedet.

Seit Gründung der Schule im Jahr 2004 war Heike Bohlen mit an Bord. „Ihre Leidenschaft war der Religionsunterricht“, betont Schulleiterin Ulrike Janssen in einer Mitteilung. Als Fachobfrau für dieses Fach habe sie regelmäßige Schulgottesdienste eingeführt. Und: „Sie setzte sich engagiert für die Kooperation der beiden christlichen Konfessionen im Schulunterricht ein und warb erfolgreich für Religion als Abiturfach.“

Heike Bohlen war seit der Gründung des Gymnasiums dabei. Foto: privat
Heike Bohlen war seit der Gründung des Gymnasiums dabei. Foto: privat

Neuen Schulnamen verankern

Als Teamleiterin des 5. Jahrgangs habe sie für Hunderte Schülerinnen und Schüler Schulfahrten in den Harz geplant. Und: An allen Richtungsentscheidungen des Gymnasiums über das Schulprofil habe sich Bohlen engagiert beteiligt. Bis zuletzt habe sie auch in der Arbeitsgruppe zur Verankerung des neuen Schulnamens mitgearbeitet. Erst vor zwei Jahren war auf Beschluss des Kreistag des Landkreises Leer aus dem Gymnasium Rhauderfehn das Albrecht-Weinberg-Gymnasium geworden. Den Anstoß, die Schule nach dem Holocaust-Überlebenden und Rhauderfehntjer Ehrenbürger zu benennen, hatten Schüler und Lehrer gegeben.

Bei der Übergabe der Abiturzeugnisse in diesem Sommer verwies Heike Bohlen auf den Überlebenden der Nazi-Diktatur: „Nutzen Sie Ihre Freiheit, gestalten Sie unser Land“, appellierte sie an den scheidenden Abitur-Jahrgang. „Erzählen Sie Kindern und Enkeln von Albrecht Weinberg, den Sie noch selbst kennengelernt haben – und bleiben Sie auf der Suche nach dem unerwarteten Glück.“ Schulleiterin Ulrike Janssen fand zum Abschied viele lobende Worte. Von den Fachkolleginnen wurde Bohlen mit selbstgedichteten Musikstücken geehrt.

Latein und Griechisch mit Hund

Ebenfalls mit den Sommerferien beendete mit Ulrike Fuhrmann, Lehrerin der Alten Sprachen, ihre Zeit an der Schule. Seit 2006 hatte sie dort Latein und Griechisch unterrichtet. „Sie hat am Fehntjer Gymnasium sogar einige Graecumsprüfungen abgenommen“, so Janssen. „In den vergangenen Jahren konzentrierte sie sich auf das Schulhundeprojekt, in dessen Rahmen ihre Schäferhunde unzähligen Schülerinnen und Schülern zu Ruhe und Konzentration verholfen haben.“

Seit 2020 brachte Fuhrmann ihre Altdeutschen Schäferhunde mit in die Schule. Das „Team“ aus Lehrkraft und Vierbeinern war in der ganzen Bildungseinrichtung bekannt. Hintergrund, so erklärte es die Lehrerin einmal gegenüber dieser Zeitung, dass in den Klassen mehr Ruhe herrscht, wenn Hunde anwesend sind, und zum Beispiel nervöse Kinder mit Prüfungsängsten von der Anwesenheit sehr profitieren können.

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