Wohnen auf dem Fehn  Vermarktung der Bauplätze in Rhauderfehn läuft gut

| | 10.08.2022 11:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bauamtsleiter Michael Taaks mit dem Plan vom Erweiterungsabschnitt Rhauderfehn-Mitte. Foto: Janßen
Bauamtsleiter Michael Taaks mit dem Plan vom Erweiterungsabschnitt Rhauderfehn-Mitte. Foto: Janßen
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Es gibt mehr Interessenten als Grundstücke. Bei der Vergabe haben junge Familien und Paare die Nase vorn. Das stoße manchmal auf Kritik, sagt der Bürgermeister.

Rhauderfehn - In Rhauderfehn ist die Vermarktung von 20 Baugrundstücken in vollem Gange. Trotz der schwierigen Lage durch die Kostensteigerung im Baubereich sei die Nachfrage gut, sagt Bauamtsleiter Michael Taaks. „Wir hatten eine Interessentenliste mit rund 50 Interessenten.“ Sechs davon haben laut Taaks zurückgezogen. „Das kommt aber immer mal vor.“ Unter den restlichen Interessenten werden nun nach und nach die 18 Grundstücke am Bekassinenweg sowie je eines am Brachvogelweg und am Regenpfeiferweg vergeben. An erster Stelle stehen die, die die Kriterien der Gemeinde am besten erfüllen. Hier haben junge Familien und Paare die Nase vorn.

„Das wird häufig als diskriminierend bemängelt. Die Kritik halten wir aber aus“, betont Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller: „Wir möchten nach wie vor besonders jungen Leuten Bauplätze in der Gemeinde bereitstellen“ ,sagt er und nennt auch Gründe: „Auf den Bestandswohnungsmarkt haben wir als Kommune keinen Einfluss. Und dort ist es so, dass junge Leute oft das Nachsehen haben.“

20 Interessenten für Klostermoor

Gleichzeitig gehöre Rhauderfehn im Landkreis Leer zu den Kommunen mit besonders hohem Altersdurchschnitt. „Das muss man auch mal von dieser Seite sehen.“ Wenn man junge Familien im Ort haben wolle, müsse man auch über den Wohnraum an die Sache herangehen.

Zielvorgabe bei kommunalen Bauplätze sei es deshalb, den Fokus auf junge Menschen zu legen. Das gelte auch bei den beiden anderen Baugebieten, die die Gemeinde derzeit in Arbeit habe. Zum entstehen um die 30 Bauplätze in Klostermoor. „Die werden nicht auf einen Schlag weggehen. Auf der Liste stehen so um die 20 Interessenten.“ Die Erschließungsarbeiten für das Gebiet am Ende der Bussardstraße wurden bereits vergeben. Für Häuslebauer kann es also in absehbarer Zeit losgehen.

In Mitte gehen Planungen weiter

In Backemoor ist das Verfahren noch nicht so weit. Über kurz oder lang entstehen dort im Bereich Groot Karkweg/Backemoorer Straße rund 13 Bauplätze. „Der Satzungsbeschluss soll dieses Jahr noch gefasst werden“, so Müller.

Fest steht ebenfalls, dass es in Rhauderfehn-Mitte weitergehen soll. Im Herbst, so Geert Müller, werde man beraten, in welchem Bereich die Entwicklung des Zentrums fortgesetzt werde. Denn es gebe zwei Möglichkeiten. Im Anschluss an den Bekassinenweg könnte der Wachtelweg geplant werden, wie Bauamtsleiter Michael Taaks sagt. Eine Option wäre aber auch die Verlängerung des Bohlendamms, wo ohnehin derzeit der Bau einer Kindertagesstätte geplant werde, erklärt Geert Müller.

In jedem Fall sollen auch im kommenden Jahr wieder 20 Bauplätze in Rhauderfehn-Mitte erschlossen werden - so wie jeweils in den zurückliegenden Jahren. So sehe es die Planung der Kommune vor, sagt Taaks, „Auch wenn wir in den vergangenen Jahren 100 oder mehr Bauplätze hätten verkaufen können, wenn wir die freigegeben hätten für alle. Aber wir wollen zukunftsgerecht planen. Bauland ist endlich - und wir möchten auch in den nächsten paar Jahren immer noch etwas anbieten können.“

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