Saris-Cup-Finale in Holtland Dank de Buhr und Koets wird Papenburg Dritter
Die Blau-Weißen haben im „kleinen Finale“ Frisia Wilhelmshaven mit 2:1 geschlagen. Das Endspiel endete mit demselben Ergebnis – aber zugunsten des Außenseiters.
Holtland - Das Ziel, das „kleine Finale“ des Saris-Cups gegen Fußball-Landesligist Frisia Wilhelmshaven für sich zu entscheiden, ist Blau-Weiß Papenburg gelungen. Mit der Darbietung seiner Mannschaft am Montag in Holtland war der neue BW-Coach George-Cemil Yumusak aber nur sehr bedingt zufrieden. „Im letzten Drittel fehlte mir die Dynamik. Zudem haben wir teilweise zu voreilig in die Spitze gespielt. Hinten haben wir bei Standards schlecht verteidigt“, sagte Yumusak nach dem 2:1-Sieg deutlich.
Im folgenden Turnierfinale, das aufgrund der immer schwieriger werdenden Lichtverhältnisse nur über zweimal 40 Minuten ausgetragen wurde, gab es indes eine Sensation. Landesligist GW Firrel revanchierte sich für das verlorene Saris-Cup-Endspiel im Vorjahr und gewann mit 2:1 gegen Regionalligist Kickers Emden.
Spiel um Platz drei
BW Papenburg – Frisia Wilhelmshaven 2:1 (1:1).
Beide Spielhälften liefen nach demselben Muster ab: In den ersten 15 Minuten war Wilhelmshaven druckvoller, ehe die klassenhöheren Papenburger mehr und mehr das Kommando übernahmen. Nachdem die Blau-Weißen die Anfangsviertelstunde überstanden hatten, gingen sie in Führung. Peter Wemken brauchte nach toller Vorarbeit vom Rhauderfehner Janek de Buhr, der den Ball von der Grundlinie zurücklegte, nur noch einzuschieben.
Max Weickert glich nach 31 Minuten per Traumtor aus 20 Metern in den Winkel aus. In der zweiten Hälfte besaßen beide Teams Siegchancen. Wilhelmshavens Melvin Lamberty setze einen Kopfball nur knapp neben das Gehäuse (53.). Auf Papenburger Seite waren allen voran die Ostfriesen gefährlich. Der von Westrhauderfehn gekommene Sönke Weßling zielte freistehend etwas zu hoch (70.), Janek de Buhr scheiterte an einer Fußabwehr des Frisia-Keepers (83.). An diesem Tag klappte es bei de Buhr besser als Vorbereiter. So war er es, der in der 87. Minute den aufgerückten Rheiderländer Lukas Koets bedient hatte, ehe jener aus elf Metern das umjubelte 2:1 erzielte.
Tore: 1:0 Wemken (15.), 1:1 Weickert (31.), 2:1 Koets (87.).
Finale
GW Firrel – Kickers Emden 2:1 (1:1).
Im Finale kam Außenseiter Firrel besser aus den Startlöchern. Die Belohnung: das 1:0. Wie schon am ersten Turniertag gelang Manuel Suda ein direktes Freistoßtor – diesmal wurde sein Schuss aus 20 Metern abgefälscht (11.). Nachdem Firrels Keeper Pascal de Buhr stark pariert hatte, sorgte Emdens Neuzugang Vafing Jabateh im Nachschuss für den Ausgleich (28.).
Danach war der Regionalliga-Aufsteiger spielbestimmend, ohne für Zählbares zu sorgen. Unter anderem verdaddelte er eine Überzahlsituation. Das bestrafte Firrel in der 54. Minute. Nach einem tollen Steilpass von Reinhard Grotlüschen traf Felix Karius. Der alte Abstand war wiederhergestellt, Firrel auf Überraschungskurs. In der verbleibenden Spielzeit verteidigten die Grün-Weißen clever. Kickers brachte nicht vielmehr als ein Abseitstor von Gabriel Bamezon und Distanzschüsse von Ibrahim Sillah zustande. Kurz vor Schluss wäre Tim Schouwer mit einem Schuss aus 45 Metern fast noch das 3:1 geglückt.
Tore: 1:0 Suda (11.), 1:1 Jabateh (28.), 2:1 Karius (54.).