Bauplatz-Frage Nachfolge in der Praxis Wallesch in Rhauderfehn scheint gesichert
Die Tochter des Doktoren-Ehepaares Wallesch möchte in die Praxis ihrer Eltern einsteigen. Dafür gab es eine Bedingung. Diese scheint nun erfüllt zu werden.
Rhauderfehn - Die Nachfolge in der Hals-Nasen-Ohren-Praxis des Ehepaares Wallesch in Rhauderfehn scheint gesichert. Dr. Maren Wallesch, Tochter der Doktoren Ina und Burkhard Wallesch, die ebenfalls Ärztin der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ist und zurzeit in einer Klinik in München praktiziert, möchte in die Praxis ihrer Eltern an der Rhauderwieke einsteigen. Bislang hing das jedoch davon ab, ob sie auf dem Grundstück der Eltern direkt neben der Paddel- und Pedalstation in der Straße Am Siel einen Bauplatz bekommt. Das hatte ihr Vater zur Bedingung für den Praxis-Einstieg gemacht. Die erste bauplanerische Hürde dazu wurde nun im Rhauderfehner Gemeinderat genommen. Die Mehrheit des Gremiums hat den Weg frei gemacht für einen städtebaulichen Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Ehepaar Wallesch.
Bürgermeister Geert Müller (parteilos) betonte: „Ich habe mit der Tochter telefoniert. Sie hat mir gesagt, dass der Einstieg in die Praxis ihrer Eltern die bestmögliche Option für sie sei.“ Dieses wolle ihr die Gemeinde ermöglichen - auch vor dem Hintergrund des Fachärztemangels auf dem Land.
Lärmschutzgutachten muss erstellt werden
Dazu wird nun die Bauleitplanung begonnen. Am Ende soll eine Änderung des Bebauungsplans am „Wohnmobilstellplatz Am Siel“ stehen. Dieser umfasst das gemeindeeigene Freizeitareal sowie das Grundstück der Walleschs. Bis es so weit ist, wird es allerdings noch dauern. So müsse unter anderem ein Lärmschutzgutachten erstellt werden. Die Verwaltung will damit sicherstellen, dass es vor allem mit Blick auf die Lärmbetrachtung bei einer Zulassung der weiteren Baumöglichkeit nicht zu einer Beeinträchtigung der Paddel- und Pedalstation und des Wohnmobilstellplatzes kommt.
Der Rat der Gemeinde hat dem Vorhaben bei nur wenigen Gegenstimmen zugestimmt. Doch es gab auch einige Bedenken. So betonte Dirk de Boer, Sprecher der Mehrheitsgruppe Ampel+: „In unserer Gruppe gab es dazu keine einheitliche Meinung. Denn es gibt auch berechtigte Kritik an dem Weg, der bei diesem Bauvorhaben eingeschlagen wurde.“ Und Rainer Bron, Sprecher von UR/BfR, erklärte: „Mir fehlt eine klare Zusage der Ärztin.“