Mehr als eine Millionen TV-Zuschauer  Nachrichten-Flut nach dem Triumph an der ZDF-Torwand

| | 28.06.2022 17:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Amateurkicker Patrick de Buhr (links) bewies sein fußballerisches Können vor einem Millionenpublikum. Mit seinen drei Treffern an der Torwand beeindruckte der Moormerländer auch ZDF-Moderator Jochen Breyer (ab Zweiter von links) sowie seine Gegner Amon-Ra St. Brown (Football-Spieler) und Julian Weber (Speerwerfer). Fotos: Privat
Amateurkicker Patrick de Buhr (links) bewies sein fußballerisches Können vor einem Millionenpublikum. Mit seinen drei Treffern an der Torwand beeindruckte der Moormerländer auch ZDF-Moderator Jochen Breyer (ab Zweiter von links) sowie seine Gegner Amon-Ra St. Brown (Football-Spieler) und Julian Weber (Speerwerfer). Fotos: Privat
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Patrick de Buhr aus Moormerland hat in beeindruckender Manier in der Sendung „Das aktuelle Sportstudio“ gewonnen. So erlebte der Ostfriese die Tage in Berlin.

Berlin - Auch Tage nach seinem großen Auftritt an der ZDF-Torwand findet es Patrick de Buhr noch immer schwierig, die richtigen Worte zu finden. „Es lief super. Einfach ein Mega-Erlebnis“, beschreibt der 27-jährige Moormerländer kurz und knapp sein TV-Gastspiel. In einem violetten Poloshirt, einer blauen Hose und weißen Freizeitschuhen hatte er am Samstagabend das Torwandschießen in der ZDF-Kultsendung „Das aktuelle Sportstudio“ gewonnen. Drei Treffer waren dem Bezirksliga-Fußballer des SV Holtland bei sechs Versuchen gelungen. Damit setzte er sich deutlich gegen gleich zwei prominente Gegner durch. Dem frisch gebackenen Deutschen Meister im Speerwurf, Julian Weber, war ein Treffer geglückt, dem Football-Spieler Amon-Ra St. Brown gar keinen.

1,02 Millionen Zuschauer hatten die um 23.30 Uhr beginnende Sendung im ZDF verfolgt – mit 9,4 Prozent Marktanteil für „Das aktuelle Sportstudio“ eine sehr bescheidene TV-Quote. Aus Ostfriesland dürften die Sendung aber überdurchschnittlich viele Menschen verfolgt haben. Diesen Eindruck bekräftigt die Flut an Nachrichten, die während der Sendung und danach auf dem Handy von Patrick de Buhr eingingen. „Es dürften um die 100 gewesen sein“, sagt er. „Als die Sendung lief, trafen die ersten Nachrichten und Fotos ein, wo ich noch im Publikum zu sehen war. Nachdem dann das Torwandschießen gezeigt worden war, bimmelte mein Handy permanent, als würde mich jemand anrufen. Dabei gingen permanent Nachrichten ein.“ Da war es bereits 0.30 Uhr. Gedreht wurde die Sendung zwischen 22 und 23 Uhr.

Patrick de Buhr (Zweiter von rechts) wurde von einigen Unterstützern nach Berlin begleitet (von links): Stefan Packeiser (Onkel), Saskia Keil (Freundin), Miriam Amelsberg, Thomas Amelsberg (befreundetes Ehepaar der Familie), Vater Hans-Hermann de Buhr, Mutter Anja de Buhr und Bruder René de Buhr.
Patrick de Buhr (Zweiter von rechts) wurde von einigen Unterstützern nach Berlin begleitet (von links): Stefan Packeiser (Onkel), Saskia Keil (Freundin), Miriam Amelsberg, Thomas Amelsberg (befreundetes Ehepaar der Familie), Vater Hans-Hermann de Buhr, Mutter Anja de Buhr und Bruder René de Buhr.

Probeschießen in Berlin war doch nicht möglich

Mit dem Torwand-Sieg hat Patrick de Buhr nicht nur seinem Verein einen 1000-Euro-Gutschein beim Sportausrüster Decathlon beschert, sondern auch seiner Mutter Anja de Buhr und Familien-Freundin Miriam Amelsberg ein paar Euro. „Meine Mitfahrer haben eine interne Wette gemacht, wie oft ich denn treffen würde“, verrät Patrick de Buhr, der durchaus selbstbewusst an die Torwand gegangen war: „Ich habe im Vorfeld tatsächlich drei bis vier Treffer vorausgesagt.“ Dabei ist es schon Jahre hergewesen, als Patrick de Buhr vor der Sendung das letzte Mal auf eine Torwand geschossen hatte. „Das muss vor der Corona-Zeit bei irgendeiner Sportwoche gewesen sein“, kann sich der 27-Jährige gar nicht mehr genau daran erinnern. „Einer reingegangen ist bei der Torwand immer mal, aber gleich drei Treffer? Das lief im Studio schon überaus gut mit“, sagt de Buhr.

Eine ZDF-Mitarbeiterin hatte ihm im Vorfeld eigentlich gesagt, dass er sich vor der Sendung im „Backstage“-Bereich des Studios an einer Übungstorwand versuchen dürfe. „Das war dann vor Ort doch nicht möglich. Denn die Sendung war ja diesmal in Berlin und nicht wie gängig in Mainz.“ Die Original-Torwand sah Patrick de Buhr am Samstagnachmittag das erste Mal, als er sich mit seiner Freundin Saskia Keil für die Sendung akkreditieren und auf Corona testen ließ. „Da hatte mich überrascht, wie groß die Löcher an der Torwand sind“, sagt der IT-Mitarbeiter des Landkreises Leer. 55 Zentimeter Durchmesser haben die beiden Löcher an der Torwand, in die es den Ball aus sieben Metern reinzuschießen gilt.

Chance auf 25.000 Euro

Mit sieben Unterstützern war Patrick de Buhr am Freitagvormittag nach Berlin gereist. „Als Überraschung hatten sie sogar extra für die Tour Shirts organisiert“, ist der Holtland-Fußballer begeistert. Auf den blauen Shirts stand vorne „Torwandschießen“ und hinten „Berlin `22“ sowie die Namen der Mitfahrer. Neben dem klassischen Abklappern einiger Sehenswürdigkeiten verfolgte der De-Buhr-Tross zeitweise auch den Wettkampf im Kugelstoßen direkt am Brandenburger Tor. Dabei sahen sie auch einen Versuch von David Storl, der sich seinen zehnten Deutschen Meistertitel sicherte.

Am Samstagabend ging es dann in den Zollernhof „Unter den Linden“, worin sich das ZDF-Hauptstadtstudio befindet. „Im Vorfeld der Sendung habe ich beispielsweise mitbekommen, wie Moderator Jochen Breyer ein Interview mit dem Schwimmer Florian Wellbrock geführt hat. Da konnte ich jedes Wort verstehen“, sagt de Buhr. Im Nachgang der Sendung plauderte er noch ein wenig mit den Stargästen, holte sich Autogramme und machte Fotos.

Dank des Erfolgs darf der Ostfriese am 30. Juli erneut an der ZDF-Torwand antreten – dann in Mainz beim großen Jahresfinale aller Torwand-Sieger. „Da werden um die 20 antreten.“ Tagsüber wird es Duelle geben, die Gewinner werden in der Sendung am Abend um den Gewinn von 25.000 Euro schießen. „Diese Summe zu gewinnen, wäre der absolute Oberhammer“, sagt Patrick de Buhr.

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