Warten auf neue Geräte Ostrhauderfehner Feuerwehr muss sich noch gedulden
Die Ortsfeuerwehr benötigt eine neue Rettungsschere und einen Spreizer. Doch kurzfristig können diese nicht angeschafft werden. Das hat einen einfachen Grund.
Ostrhauderfehn - In der Sitzung des Gemeinderates Ende März hatte die Ostrhauderfehner Ortsfeuerwehr Alarm geschlagen. Der Grund: Sie benötigt dringend neues hydraulisches Rettungsgerät, mit dem sie bei Autounfällen Personen aus ihren Fahrzeugen herausschneiden kann. Das jetzige Material ist 20 Jahre alt und technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Der schlechte Zustand des Rettungsgerätes, das aus einer Schere und einem Spreizer besteht, sei den Kameraden bei einem Autounfall am 7. Dezember 2021 auf der Straße „Am Moor“ in Strücklingen deutlich geworden. Dort gelang es nicht, die Karosserie des Wagens aufzuschneiden. Doch die Wehr muss sich noch gedulden, bis sie neues Gerät bekommt. Denn die Anschaffung im Gesamtwert von rund 15.500 Euro kann nicht kurzfristig umgesetzt werden, sondern muss formell korrekt über Haushaltsmittel erfolgen.
Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders (parteilos) erklärte in der jüngsten Ratssitzung, die vor wenigen Tagen stattfand: „Wenn wir einen Nachtragshaushalt für 2022 verabschieden, dann nehmen wir das dort auf. Wenn wir diesen nicht benötigen, dann werden wir die finanziellen Mittel im Etat für 2023 bereitstellen.“ Die Verwaltung frage im Vorfeld der Haushaltsplanung alle Feuerwehren nach deren Wünschen, so Harders. Da eine Neuanschaffung von Schere und Spreizer damals nicht angegeben wurde, sei diese auch nicht im Haushalt aufgenommen worden.
Ratsmitglied Karsten de Freese (UWG), der selbst Gruppenführer in der Ostrhauderfehner Wehr ist, betonte: „Die Karosserien der Autos sind andere, als es noch vor 20 Jahren der Fall war. Deswegen benötigen wir neues Rettungsgerät.“ Einstimmig beschloss der Gemeinderat dann, die Mittel dafür entweder im Nachtragshaushalt 2022 oder im Etat für 2023 zur Verfügung zu stellen.