Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn  Schau zur Torfkoksfabrik endet

| | 31.05.2022 16:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Blick in die Ausstellung „Patent! – Das Torfkokswerk in Elisabethfehn“ im Moor- und Fehnmuseum. Foto: Museum
Blick in die Ausstellung „Patent! – Das Torfkokswerk in Elisabethfehn“ im Moor- und Fehnmuseum. Foto: Museum
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Fast zwei Jahre lang war die Sonderschau „Patent!“ zum Torfkokswerk Elisabethfehn im Moor- und Fehnmuseum zu sehen. Nun macht sie der nächsten Sonderausstellung Platz.

Elisabethfehn - Nach einer Verlängerung im Oktober 2021 ist die Sonderausstellung „Patent! – Das Torfkokswerk in Elisabethfehn“ nur noch für kurze Zeit im Moor- und Fehnmuseum zu sehen: Ab Mitte Juni wird sie abgebaut, um für die Vorbereitung der nächsten Sonderausstellung Platz zu machen. Die umfassend recherchierte Ausstellung, die seit September 2020 im Moor- und Fehnmuseum zu sehen ist, schildert die Entwicklungen und Ereignisse rund um das ehemalige Torfkokswerk in Elisabethfehn. Das Firmengelände befindet sich an der Oldenburger Straße 51 in Elisabethfehn. Der Torfkokspionier Dr. Wilhelm Wielandt entwickelte in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts ein Verfahren, das die wirtschaftlich erfolgreiche Produktion von Torfkoks ermöglichte. Damit legte er den Grundstein für die industrielle Torfverkokung in Europa. Regional bedeutend war der Industriebetrieb vor allem als wichtiger Arbeitgeber über einen Zeitraum von 90 Jahren hinweg.

Die Sonderausstellung zeigt neben Objekten aus der ehemaligen Fabrik und verschiedenen Film- und Tondokumenten auch ein Video von dem großen Brand der Teerkuhlen auf dem Gelände der Torfkoksfabrik im Jahr 1971. Den hat der Gründer des Moor- und Fehnmuseums, der jetzt verstorbene Dr. Gustav Schünemann, damals privat aufgenommen und dem Museum zur Verfügung gestellt. Zu sehen ist die Sonderausstellung „Patent!“ noch bis einschließlich Sonntag, 12. Juni 2022. Langfristig geöffnet bleibt der Außenstandort der Sonderschau im Waagehäuschen beim Torfkokswerk. Dort können sich Interessierte weiterhin über die Geschichte des Torfkokswerkes und das Wielandt‘sche Verfahren der Torfverkokung informieren. Auch der umfangreiche wissenschaftliche Begleitband zur Schau über die ehemalige Elisabethfehner Torfkoksfabrik des Dr. Wielandt ist nach wie vor im Museum erhältlich, teilt dessen Leiterin Antje Hoffmann mit.

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