Energiepreise
Im Nordkreis wird weiter warm gebadet
Wegen steigender Energiekosten denken die ersten Betreiber von Hallenbädern schon über Schließung nach. Zumindest soll das Wasser kälter werden. So weit geht man im Nordkreis Cloppenburg erstmal nicht.
Saterland/Barßel/Friesoythe - Wegen steigender Energiekosten denken Betreiber von Schwimmbädern darüber nach, die Temperatur des Badewassers drastisch zu senken oder ihr Bad möglicherweise ganz zu schließen. Wir haben uns in der Region umgehört. Auch in den Nordkreiskommunen Barßel, Saterland und Friesoythe sind die hohen Energiepreise und die zu erwartenden, weiteren Erhöhungen ein Thema. Aber abgehärtet werden durch niedrige Badewassertemperaturen sollen die Gäste von Hafen-Bad, Freizeitbad Saterland und Aquaferrum künftig nicht, teilten die Befragten mit.
„Derzeit denken wir in Barßel noch nicht an eine Schließung unseres Hafen-Bades - auch Einschränkungen der Öffnungszeiten sind nicht geplant“, teilte dazu Gordula Bergmann mit, die bei der Gemeinde Barßel für das Hafen-Bad verantwortlich ist.
Barßel will keine weiteren Einschränkungen
Nach den jüngsten Corona-Lockerungen und der Zutrittsmöglichkeit ohne die vorherigen Beschränkungen wolle die Gemeinde Barßel ihren Badegästen wieder die vollen Öffnungszeiten zur Verfügung stellen. Aktuell liege die Wassertemperatur im Becken durchschnittlich bei gut 30 Grad Celsius. Warmbadetage, wie es sie in vielen anderen Bädern gibt, veranstaltet man in Barßel nicht. Lediglich für die Schwimmer des Reha-Sportvereins, die am Donnerstag Zeiten im Bad nutzen, werde die Temperatur 0,5 Grad höher gefahren, so Bergmann.
Mit Luxusangeboten, über die viele andere Freizeitbäder verfügen wie beispielsweise Außenbecken oder große Rutschen ist das Barßeler Bad nicht ausgestattet. „Diese wären natürlich energieintensiv zu betreiben, und müssten dann schon überdacht werden“, so Bergmann. Das Schul- und Sportzentrum wird durch ein Blockheizkraftwerk unterstützt und trägt dazu bei, dass die Gemeinde seit mehreren Jahren das Hafen-Bad effizienter betreiben kann. „Vor diesem Hintergrund können wir daher die Lage noch abwarten, bevor eventuell über Maßnahmen entschieden werden müsste“, sagt Bergmann.
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Sollte es wegen des Ukraine-Krieges und der Sanktionen zu einem russischen Gaslieferstopp und Rationierungen kommen, müsse die Lage neu bewertet werden. „Unsere Badegästen mussten so lange auf Schwimmen, Schwimmkurse, Aquasport und Vereinsschwimmen verzichten, dass wir zu dem Entschluss gekommen sind, erst einmal temperaturtechnisch alles so weiter laufen zu lassen“, betont die Bergmann.
Keine konkreten Pläne im Saterland
Ganz ähnlich sieht man es im Saterland. „Mit dem Thema steigende Energiepreise müssen und werden wir uns beschäftigen“, sagt Erster Gemeinderat Jens Gralheer dazu auf Nachfrage.
Konkrete Pläne, was die Badewassertemperatur im Freizeitbad betreffe, habe man deswegen im Rathaus in Ramsloh jedoch noch nicht gefasst. Mit gut 30 Grad Wassertemperatur habe man „ein relativ warmes Bad“, stellte Gralheer dar. Ob man sich das auch in Zukunft leisten werde, sei dahingestellt.
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