Aufgeschnappt
Schweigen, Temperaturen
Manchen passieren schlimme Sachen, anderen aber auch kuriose. Das ergibt sich aus der Betrachtung dieser Woche. Und nicht alles ist so, wie es scheint. Nicht mal bei der Tageszeitung.
Nachdem die Zusammenarbeit mit dem vorherigen Geschäftsführer des Industrieparks C-Port unrühmlich endete, weil der Mann zwar fachlich sehr tüchtig war, aber im Privatleben so danebengriff, dass er dafür juristisch belangt wird, sucht der Zweckverband einen Nachfolger. Die Stelle ist seit drei Wochen ausgeschrieben. Doch auf Nachfrage, wie viele Fachkräfte sich für den Posten interessieren, gibt man sich am Küstenkanal zugeknöpft: Man bitte um Verständnis, schreibt Petra Hinrichs, die die Geschäfte im C-Port übergangsweise führt, „dass der Zweckverband IIK und die kommunalen Gesellschafter zu laufenden Bewerbungsverfahren in Personalangelegenheiten grundsätzlich keine Auskünfte erteilen“. So viel Diskretion ehrt den Verband, aber nachfragen wird man als Zeitung ja dürfen.
Die Energiepreise steigen, und ein Ende der Preisspirale ist nicht abzusehen. Das trifft nicht nur uns alle, sondern auch die öffentliche Hand. Betreiber von Schwimmbädern denken bereits darüber nach, die Temperatur des Wassers in den Becken abzusenken, um nicht vollends in den Miesen zu versinken. Dazu befragt, wie das im Saterland gehandhabt wird, sagt der Erste Gemeinderat, er nutze das Freizeitbad in Ramsloh selbst als Schwimmer. Die Wassertemperatur von knapp 30 Grad brauche er nicht unbedingt, versichert Jens Gralheer. Er ist sportlich. Er schwimmt sich warm. Aber andere baden sicherlich gerne weiterhin lau in Ramsloh.
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