Kriminalität

Einbruch in Burlager Jugendtreff: Keine Beute, großer Schaden

| | 05.04.2022 15:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
In die Türen in der Bücherei wurden dicke Löcher getreten. Foto: privat
In die Türen in der Bücherei wurden dicke Löcher getreten. Foto: privat
Artikel teilen:

Bereits zum zweiten Mal wurde in den Jugendtreff in Burlage eingebrochen. Auch die Dorfgemeinschaftsanlage war betroffen. Der oder die Täter verursachten mit brachialer Gewalt ordentliche Schäden.

Burlage - Schon zum zweiten Mal innerhalb von gut drei Monaten ist in die Räume des Jugendtreffs in Burlage eingebrochen worden. Vermutlich in der Nacht von Sonntag auf Montag verschafften sich Unbekannte über ein Dachfenster, das aufgehebelt wurde, Zugang, wie Jugendtreff-Leiterin Stefanie Wellens erzählt. Ein paar Dachziegel seien weg gewesen. Wellens vermutete, dass der oder die Täter nach Geld gesucht hätten. Gestohlen worden sei wohl nichts. Ein Flachbildschirm zum Beispiel sei nicht angerührt worden.

Dafür seien aber große Schäden entstanden. Nicht im Jugendtreff, sondern in der im gleichen Gebäude untergebrachten Bücherei. „Die Türen zwischen den Räumen waren verschlossen. Sie sind alle aufgetreten worden.“ Mir brachialer Gewalt. „Da sind dicke Löcher drin“, so Wellens.

Im Dezember wurden Bastelsachen gestohlen

Auch im Nachbargebäude, der ehemaligen Grundschule, in dem sich auch die Dorfgemeinschaftsanlage befindet, waren die Täter am Werk. „Es kam zu Vandalismus. Türen und Zargen wurden beschädigt“, sagt Matthias Backer von der Gemeinde Rhauderfehn. Er war mit der Polizei vor Ort um den Einbruch zu melden.

Bereits im Dezember, kurz vor Weihnachten, erzählt Stefanie Wellens, hatten sich Unbekannte durch ein Küchenfenster Zutritt zum Jugendtreff beschafft. „Damals wurden Lebensmittel, Bastelsachen und Dekorationen gestohlen.“ Sie ärgert sich sehr über die Vorfälle: „Man gibt sich so viel Mühe, und dann sowas.“ Doch es ist nicht nur das: „Man hat auch ein mulmiges Gefühl, wenn so etwas passiert ist und man dann abends dort noch zu tun hat. Jetzt ist es ja schon wieder etwas länger hell, aber im Winter in der Dämmerung - da ist man schon ein bisschen unsicher.“

Weitere Einbrüche in der Region

In der Vergangenheit ist es in der Region immer wieder zu Einbrüchen in Freizeitanlagen gekommen. Im Dezember waren Unbekannte in das Jugendcafé Waggon an der Hauptstraße in Ostrhauderfehn eingebrochen. Im Inneren hatten sie sämtliche Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsucht. Auch das Jugend- und Kulturzentrums an der Kirchstraße in Rhauderfehn war im Dezember Ziel von Einbrechern geworden. Dort war eine Seitentür aufgebrochen worden. Bargeld, Elektronikgeräte sowie Werkzeug wurden gestohlen.

Erst Mitte März war in einer Nacht ins Schwimmbad und in ein Gebäude eines Sportgeländes in der Schulstraße in Ramsloh, ins Clubhaus eines Vereins in Strücklingen und ein Vereinsheim in Friesoythe eingebrochen worden. Entwenden wurden technische Geräte wie W-LAN Verstärker, Laptop und Kameras sowie Bargeld. Zwei Mal wurde in ein Vereinsheim in Harkebrügge eingebrochen: „Zum einen im Oktober, wo mittlerweile bereits ein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte. Zum anderen vor drei Wochen, hier laufen die Ermittlungen derzeit noch“, so Sabrina Danne von der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta.

Unterschiedliche Hintergründe

Wie häufig in Freizeitanlagen wie Jugendtreffs oder Vereinsheime eingebrochen wird, gehe aus der Polizeistatistik nicht hervor, so Polizeihauptkommissarin Svenia Temmen, Sprecherin der Polizeidirektion Leer-Emden. Dort sind zwar Einbrüche in Wohnungen und Gewerbebetriebe erfasst, das seien aber auch von der Absicht der Täter her ganz unterschiedliche Fälle und nicht miteinander zu vergleichen.

Auch bei Einbrüchen Vereinsheime und solchen in Jugendeinrichtungen sei von einer unterschiedlichen Motivation auszugehen: „In Vereinsheimen haben es Einbrecher oft auf Alkohol, vielleicht vom letzten Vereinsfest, oder Geld in einer Vereinskasse abgesehen.“ In Jugendtreffs sei solche Beute meist nicht zu machen. „Da kommt es uns schon so vor, als ginge es bei solchen Einbrüchen nur ums Reinkommen an sich.“ In Ferienzeiten sei zudem nicht auszuschließen, dass Jugendliche beteiligt seien - vielleicht aus Langeweile. „Man kann aber nicht pauschal alles auf die Jugendlichen schieben. Gerade bei Einbrüchen in Vereinsheime sind auch ältere Täter am Werk.“

Ähnliche Artikel