Polizei

Ostrhauderfehner SPD will Jugendliche von Platz verbannen

| | 26.03.2022 17:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In diesem Bereich an der Ecke Rudolf-Kinau-Straße/Friesenstraße in Ostrhauderfehn kommt es immer wieder zu Ärger mit Jugendlichen. Foto: Zein
In diesem Bereich an der Ecke Rudolf-Kinau-Straße/Friesenstraße in Ostrhauderfehn kommt es immer wieder zu Ärger mit Jugendlichen. Foto: Zein
Artikel teilen:

Immer wieder kommt es zu Ärger an der Ecke Rudolf-Kinau-Straße/Friesenstraße in Ostrhauderfehn. Jugendliche sollen dort sogar Anwohner bedrohen. Für die Polizei ist dies kein unbekannter Bereich.

Ostrhauderfehn - Weil es immer wieder Ärger mit Jugendlichen gibt, will die SPD-Fraktion die Sitzecke an der Ecke Rudolf-Kinau-Straße/Friesenstraße in Ostrhauderfehn entfernen lassen. Ein entsprechender Antrag wird auf der Sitzung des Gemeinderates am kommenden Donnerstag behandelt. Auch einige der betroffenen Anwohner wollen dann vor Ort sein, um ihren Unmut zu äußern.

Klaus Pleis, der den Antrag für die SPD-Fraktion im Gemeinderat formuliert hat, betont: „Die Situation dort wird immer schlimmer. Die Jugendlichen randalieren, machen Lärm, beschädigen Sachen und bedrohen Anwohner.“ Sogar tätliche Angriffe soll es dort schon gegeben haben. Für die vor allem älteren Menschen, die dort wohnen, sein ein normales und angstfreies Leben kaum noch möglich.

Sieben Anzeigen wegen Sachbeschädigung

Von daher fordert Pleis, die dortigen Sitzbänke so schnell wie möglich abzubauen. „Das würde dazu führen, dass dieser Bereich für Jugendliche nicht mehr so attraktiv sein wird, da sie sich dann dort nicht mehr hinsetzen können.“ Der SPD-Politiker betont allerdings auch: „Das Problem wird dadurch natürlich nicht behoben, sondern nur verlagert.“ Aber zumindest den Bewohnern an der Rudolf-Kinau-Straße und Friesenstraße sei damit zunächst einmal geholfen.

Wie Svenia Temmen, Sprecherin der Polizeiinspektion Leer/Emden, mitteilt, habe es seit Anfang 2018 von Anwohnern in diesem Gebiet insgesamt sieben Anzeigen wegen Sachbeschädigung gegeben, drei davon allein im vergangenen Jahr. „Die Polizei ist nach den vor Beschwerden, die vor allem 2019 aufgekommen waren, in den Straßen häufiger Streife gefahren.“ Doch, so betont SPD-Politiker Pleis: „Selbst wenn die Jugendlichen geschnappt werden, passiert ihnen nicht viel.“

Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders erklärt, dass das Ordnungsamt in letzter Zeit keinerlei Beschwerden aus diesem Bereich festgestellt habe. Jedoch treffe der Jugendpfleger der Gemeinde dort regelmäßig „auffällige“ Jugendliche an und suche mit ihnen das Gespräch. Die öffentliche Sitzung am kommenden Donnerstag beginnt um 19 Uhr im Vereinsheim an der Kirchstraße.

Ähnliche Artikel