Statistik
Datenspiegel dient der Image-Pflege
Seit 20 Jahren gibt der Landkreis Cloppenburg jährlich eine Info-Broschüre mit Statistiken über die Entwicklung der Bevölkerung im Kreisgebiet heraus. Jetzt ist der neue Datenspiegel auf dem Markt.
Cloppenburg - Der aktuelle Datenspiegel des Landkreises Cloppenburg ist gedruckt und verteilt. In der seit 2002 erscheinenden Broschüre werden Statistiken präsentiert. Um die Bevölkerungsentwicklung geht es ebenso wie um den Arbeitsmarkt, Flächennutzung im Kreisgebiet, Verkehrswege und Infrastruktur, was Bildung, Gesundheit und Freizeit betrifft.
Nach Auskunft von Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl wird das Faltblatt in einer Auflage von 5000 Stück aufgelegt, von denen er 4600 versandt hat. Die Gemeinden Barßel und Saterland bekamen je 200 Stück zum Auslegen in den Rathäusern, 325 gingen nach Friesoythe. Der Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre erhielt 200, der Touristikverein Erholungsgebiet Barßel & Saterland 100.
Zusammengestellt werden die Statistiken im Amt für Zentrale Aufgaben und Finanzen, das dabei auf Daten des Landesamts für Statistik Niedersachsen, LSN, das Statistische Bundesamt sowie der Arbeitsagentur und der Kreisverwaltung selbst zurückgreift.
Adressat sind sind Firmen und Privatleute
Der Datenspiegel diene der Imagepflege, erläutert Kreissprecher Rühl. Er richte sich an Einheimische ebenso wie an Touristen und an Wirtschaftsbetriebe. Die Daten beträfen die ganze Bandbreite dessen, worin die Kreisverwaltung involviert sei. Bodennutzung und Landwirtschaft etwa betreffe das Umweltamt, Krankenhäuser, Pflegeheime und Sozialstationen das Gesundheitsamt, Kindergärten und Schulen das Jugendamt sowie das Schul- und Kulturamt.
Man erkennt anhand der Zahlen, dass die Bevölkerung im Kreisgebiet stetig wächst, das Durchschnittsalter niedrig ist und die Arbeitslosenquote im bundes- und landesweiten Vergleich ebenso. „Die Kennziffern betreffen wichtige Bereiche des allgemeinen Lebens“, erläutert Rühl. Wer davon Kenntnis nehme, bekomme einen guten Eindruck von der Bevölkerungsstruktur und der Zusammensetzung des Arbeitsmarktes.
Motivation herzuziehen oder Firma anzusiedeln
Das könne motivierend wirken, sich niederzulassen, seine Firma anzusiedeln oder diene Betrieben als Argumentationshilfe bei dem Bemühen um Mitarbeiter. Nicht zuletzt präsentiere sich damit auch die Kreisverwaltung als Arbeitgeber, so Rühl. Das Corporate Design werde regelmäßig überarbeitet, erläutert der Kreissprecher. Neu sei in der aktuellen Broschüre die Verwendung der Farben Blau, wie sie auch im Logo des Landkreises vorkommt, und Grün, das sich an die Farbe vom Logo des Verbunds Oldenburger Münsterland anlehne. Eine Mitarbeiterin der IT-Abteilung des Landkreises habe das neue Design gestaltet.
Logo in Form des Kreisgebiets
Das Kreis-Logo war 2016 unter Landrat Johann Wimberg extern entwickelt worden. Es hat die Form des Kreisgebiets, die zugleich einer Pfeilspitze ähnelt, unterteilt in 13 blaue Kreise, die für die Kommunen im Landkreis stehen.
Resonanz auf den Datenspiegel gebe es nur insofern, sagt Rühl, dass ihn Rückmeldungen erreichten, man bräuchte mehr oder weniger der Broschüren, die er beim nächsten Versand berücksichtige. Doch die mangelnde Reaktion sei nicht untypisch, das sei bei anderen Info-Heften nicht anders.
Der Datenspiegel des Landkreises sei ein Baustein der Imagepflege. Es gebe zudem eine Kreis-Broschüre, zählt Rühl auf, einen Imagefilm, weitere Videos sowie den Instagram-Auftritt, den die zu Jahresbeginn eingestellte Social-Media-Managerin gerade überarbeitet habe.