Krieg in der Ukraine
Spendentransport aus dem Saterland nach Środa Śląska
Ein Spendentransport für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine startet am Donnerstag aus Ramsloh in die polnische Partnerstadt Środa Śląska. Für 17.500 Euro wurden Lebensmittel gekauft.
Saterland - Aus der Gemeinde Saterland startet ein Spendentransport für Flüchtende aus der Ukraine in die polnische Partnerstadt Środa Śląska. Dort sind bereits viele Flüchtende angekommen. Sie werden wegen fehlender Wohnungen in Sporthallen untergebracht. „Voraussichtlich Donnerstagabend werden wir fahren“, kündigte Bürgermeister Thomas Otto an. Für den Transport hat Kevin Vos einen Lkw zur Verfügung gestellt.
Otto hatte Anfang der vergangenen Woche Kontakt mit Bürgermeister Adam Ruciński aufgenommen und gefragt, wie das Saterland helfen kann.
Neben Lebensmitteln, Bettwäsche, Decken und Kleidung werden dort vor allem Hygieneartikel benötigt. „Die Spendenbereitschaft ist enorm“, sagte Otto am Mittwoch.
Im Rathaus in Ramsloh sind in den vergangenen Tagen jede Menge an Kleidung, Hygieneartikel und anderen Sachspenden angekommen. Freiwillige Helfer haben sie sortiert, verpackt und im Rathaus in verschiedenen Räumen zwischengelagert. Am Sonntag waren bis zu 20 Personen hier und haben geholfen, sagte Otto.
Politik gibt 10.000 Euro frei
Etliche Privatpersonen und Unternehmen spendeten auch Geld. So brachten am Dienstag Mitglieder der im Januar gegründeten Taubenjagdgruppe Scharrel aus dem Jagdrevier Scharrel 2 den Erlös aus der letzten Taubenjagd in diesem Jahr in Höhe von 570 Euro ins Rathaus.
Die Kommunalpolitik gab für diese Hilfsaktion 10.000 Euro im Umlaufverfahren frei. Geld, das eigentlich für den Krammarkt im September bestimmt war. Insgesamt kamen fast 20.000 Euro zusammen. Bürgermeister Otto bestellte davon bei Netto für 12.000 Euro und bei Aldi für 5.500 Euro Lebensmittel. Die Ware wird auf Paletten nach Polen gefahren.
Was in Sroda Slaska nicht benötigt wird, geben die Polen weiter in die Ukraine. Denn Sroda Slaska pflegt auch eine Partnerschaft mit der ukrainischen Kommune Kamianka-Buzka. „Wir bringen alles zu einem Zentrallager in Sroda Slaska. Von dort wird es weiter verteilt“, so Otto, der selber mit nach Polen fahren wird.