Umwelt
Auenlandschaft in Strücklingen weiterhin geplant
Im Strücklingen zwischen Klosterstraße und Sagter Ems soll eine Flussauen-Landschaft entstehen. Die zehn Jahre alten Pläne werden weiter verfolgt. Die Gemeinde erhofft sich finanzielle Vorteile.
Saterland/Strücklingen – Eine naturnahe Flussauen-Landschaft soll in Strücklingen-Utende entstehen. Vorgesehen ist dafür ein rund 25 Hektar großes Feuchtgrünlandgebiet zwischen der Klosterstraße und der Sagter Ems, nördlich der Wittensander Straße bis hoch zum Klosterbusch in Bokelesch. Dafür soll in einem Teilbereich der Deich der Sagter Ems abgetragen werden, neue Deiche zwischen dem Fluss und der Klosterstraße müssten gebaut werden. Ob der Zufluss in diese Fläche reguliert wird oder nicht, steht noch nicht fest.
Das Planungsbüro Diekmann, Mosebach und Partner aus Rastede ist seit einigen Jahren mit diesem Projekt der Renaturierung der Flussaue der Sagter Ems befasst. „Diese Pläne haben eine gewisse Historie“ , sagte daher Sonja Bode vom Planungsbüro, als sie kürzlich im Ausschuss für Planung, Bau, Umwelt, Klima und Landwirtschaft der Gemeinde das Projekt kurz vorstellte. 2012 hatte es darüber erste Gespräche zwischen Gemeinde, Landkreis Cloppenburg und Wasserbehörden gegeben. Diese wurden inzwischen vertieft. Wann das Projekt konkret umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Die kurze Präsentation war in erster Linie für die neuen Ratsmitglieder gedacht, damit diese wissen, welche Projekte in den kommenden Jahren anstehen.
Kompensationsflächenpool
Entstanden seien die Pläne, als es einen Kompensationsflächen-Notstand gab, sagte Bode. Die Gemeinde erhofft sich durch diese kostenintensive Renaturierungsmaßname auch finanzielle Vorteile. Denn in diesem Bereich von Utende hat die Kommune einen Kompensationsflächenpool entwickelt. Weitere Flächen sind inzwischen hinzugekauft worden.
Genaue Angaben dazu konnten im Ausschuss nicht gemacht werden. Diese gemeindeeigenen Ausgleichsflächen könnten durch die Schaffung einer Auenlandschaft aufgewertet werden. In dem Fall müsste die Gemeinde bei künftigen Eingriffen in Natur und Landschaft weniger der ohnehin raren Ausgleichsflächen hinzukaufen.
Aper Tief und Löninger Mühlenbach als Vorbild
2018, als das Projekt im Rathaus in Ramsloh in einer Ausschusssitzung präsentiert wurde, war es unter ökologischen Gesichtspunkten als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnet worden.
Es könnte für „die Entwicklung eines naturnahen Tourismus in einem Gebiet mit hohen landschaftlichen ökologischen Qualitäten eine wichtige Facette darstellen“, hieß es. Damals wurde das Planungsbüro beauftragt, ein Konzept zu entwickeln. Wann konkret Details vorgestellt werden, ist noch offen.
Vorbild für das Projekt sind die ebenfalls von Diekmann, Mosebach und Partner umgesetzten ökologischen Maßnahmen zur Entwicklung naturnaher Auenlandschaften am Löninger Mühlenbach und am Aper Tief.