Erneuerbare Energien

Windkraft: Kein Handlungsdruck in der Gemeinde Saterland

| | 02.03.2022 15:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Windpark Saterland im Ostermoor ging 2013 ans Netz. Insgesamt stehen dort 24 Anlagen. Das Bild zeigt einen Teil des Windparks, fotografiert vom Scharrelerdamm in Richtung Ramsloh-Hollen. Foto: Kruse
Der Windpark Saterland im Ostermoor ging 2013 ans Netz. Insgesamt stehen dort 24 Anlagen. Das Bild zeigt einen Teil des Windparks, fotografiert vom Scharrelerdamm in Richtung Ramsloh-Hollen. Foto: Kruse
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Die Gemeinde Saterland lässt eine Windkraft-Standortpotenzialstudie erstellen. Geklärt werden soll auch, ob die Kommune mit Blick auf die Ziele der Politik, weitere Flächen zur Verfügung stellen muss.

Saterland - Bis 2030 sollen in Niedersachsen 2,1 Prozent der Landesfläche für Windenergie zur Verfügung gestellt werden. Das ist Wille der Landesregierung. Aktuell sind es nur etwas mehr als ein Prozent. Es gibt Appelle an Landkreise und Kommunen, in den kommenden Jahren ausreichend Flächen dafür freizugeben. Auch die neue Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag ein 2-Prozent-Flächenziel für jedes Bundesland vorgesehen. Die Gemeinde Saterland lässt seit Monaten von einem Fachbüro eine Potenzialstudie Windkraft erstellen. Sie möcht wissen, ob sie weitere Flächen zur Verfügung stellen muss und welche Flächen dafür infrage kommen.

Am Montagabend gab es im Ausschuss für Planung, Bau, Umwelt, Klima und Landwirtschaft einen kurzen Sachstandsbericht. Der war in aller erste Linie für die im vergangenen Herbst neu hinzugewählten Ratsmitglieder gedacht, damit die wissen, worüber sie demnächst beraten, wie Bürgermeister Thomas Otto sagte. Die letzte Standortpotenzialstudie für das Saterland stammt aus dem Jahr 2010. Drei Jahre später ging der Windpark Scharrel Saterland im Ostermoor ans Netz. 24 Anlagen stehen dort. „Diese alte Studie ist nicht mehr haltbar“, sagte Hannes Korte vom Planungsbüro Diekmann, Mosebach & Partner aus Rastede.

Er stellte den Sachstandsbericht vor. Ergebnisse werde es noch nicht geben, so Korte. Aber einen Ausblick gab er: „Der bestehende Windpark wäre allein schon ausreichend für das, was Sie als Kommune liefern müssen.“ Dieser wäre aber auch erweiterbar. Geprüft werde derzeit vom Landkreis Cloppenburg, ob auch abgetorfte Flächen als Standorte für weitere Windkraftanlagen infrage kommen. „Wir haben keinen Handlungsdruck, wir sind ein einer komfortabelen Lage“, sagte Bürgermeister Otto. „Wir müssen nur entscheide: Was wollen wir an Windkraft zulassen?“

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