Humanitäre Hilfe
Hilfsorganisation I.S.A.R. im Ukraine-Einsatz
Im Einsatz, um Menschen in der Ukraine zu helfen, ist auch die Hilfsorganisation I.S.A.R. Der gehört auch der Strücklinger Rolf Kornblum an. Noch ist er nicht vor Ort. Doch das könnte sich bald ändern.
Strücklingen/Hamminkeln/Krakau - Im Einsatz, um den Menschen in der Ukraine zu helfen, ist die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany, der auch der Strücklinger Rolf Kornblum angehört. Derzeit sei er in den Hilfseinsatz nur peripher eingebunden, sagt der 59-Jährige, der in Barßel stellvertretender Leiter der Facheinrichtung für Intensivpflege, FIP, ist. Doch wenn es darum geht, vor Ort ein Lazarett aufzubauen und personell zu besetzen, stehe er sofort zur Verfügung. Das Emergency Medical Team der Hilfsorganisation ist seit 2018 durch die Weltgesundheitsorganisation zertifiziert. Bei Bedarf kann es schnell alarmiert werden, um im Grenzgebiet zur Ukraine zeitnah medizinische Hilfe zu leisten.
Am Montag ist aus dem westfälischen Hamminkeln ein Erkundungsteam von I.S.A.R. Germany und BRH Bundesverband Rettungshunde zur polnisch-ukrainischen Grenze gestartet. Aufgabe ist es, den genauen Bedarf an Hilfe in Erfahrung zu bringen. Dazu arbeiten die Gruppen eng mit den örtlichen Behörden zusammen. So schildert es die I.S.A.R. auf ihrer Homepage. Das Team hat 150 Schlafsäcke, Babynahrung und Spielzeug mit dabei. Die Spenden sollen auf ukrainischer Seite an die Menschen übergeben werden, die stundenlang auf den Grenzübertritt warten müssen.
Auch ein Psychologe vor Ort
Weitere 1.500 Schlafsäcke können zeitnah nachgeliefert werden. Zum Team gehört auch ein Psychologe, der den Menschen an der Grenze für Gespräche zur Verfügung steht.
Das Team habe gute Kontakte zur Feuerwehr im polnischen Krakau, erläutert Kornblum. Darüber versuche man aktuell, Kontakt zu Bürgermeistern in der Ukraine aufzunehmen, um zu klären, was dort an Unterstützung und Hilfsgütern benötigt werde.
In den nächsten Tagen soll zudem ein Übertragungswagen der Partnerfirma ixet an die Grenze gebracht werden. Deren Geschäftsführer Mario Teschke, der zugleich I.S.A.R. Vizepräsident ist, will dort ein Kommunikationszentrum aufbauen. Flüchtlinge haben dann die Möglichkeit, kostenlos mit ihren Angehörigen zu telefonieren. Außerdem wird ein WLAN-Netz für 1.500 gleichzeitige Nutzer entstehen.
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