Jahresauftakt

In Barßel gibt es dieses Jahr zwei Großbaustellen

| | 07.01.2022 09:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope (links) und Bürgermeister Nils Anhuth vor ihrem Start zur ersten Tour mit dem neuen Elektro-Auto, das die Gemeinde für die nächsten drei Jahre geleast hat, einem VW ID.3, der vor Weihnachten geliefert wurde. Fotos: Fertig
Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope (links) und Bürgermeister Nils Anhuth vor ihrem Start zur ersten Tour mit dem neuen Elektro-Auto, das die Gemeinde für die nächsten drei Jahre geleast hat, einem VW ID.3, der vor Weihnachten geliefert wurde. Fotos: Fertig
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Trotz Pandemie und einem Schuldenstand seiner Gemeinde von elf Millionen Euro blickt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth optimistisch aufs neue Jahr. In der Kommune starten 2022 zwei Millionenprojekte.

Barßel - Das Jahresauftaktgespräch führt die Spitze der Barßeler Gemeindeverwaltung mit den Medienvertretern dieses Jahr im Trauzimmer des Rathauses. „Dass wir hier mal zusammensitzen“, flachst Bürgermeister Nils Anhuth am Donnerstag bei Kaffee und belegten Brötchen. Doch das festlich eingerichtete Zimmer im Erdgeschoss sei der einzige Raum im Verwaltungsgebäude, in dem man aktuell zusammenkommen könne.

Das Barßeler Rathaus soll durch den Bau eines Bürgerhauses mit Verwaltungstrakt ersetzt werden. Im Mai soll der Baustart erfolgen. Ein Bürgerentscheid 2021 verzögerte das Vorhaben, verhinderte es aber nicht. Rund 11,3 Millionen Euro wird das Projekt kosten. Nach Abzug der Förderung muss die Gemeinde davon knapp 10 Millionen Euro alleine schultern.
Das Barßeler Rathaus soll durch den Bau eines Bürgerhauses mit Verwaltungstrakt ersetzt werden. Im Mai soll der Baustart erfolgen. Ein Bürgerentscheid 2021 verzögerte das Vorhaben, verhinderte es aber nicht. Rund 11,3 Millionen Euro wird das Projekt kosten. Nach Abzug der Förderung muss die Gemeinde davon knapp 10 Millionen Euro alleine schultern.

Der Neubau eines Bürgerhauses mit Verwaltungstrakt an Stelle des in die Jahre gekommenen Rathauses ist denn auch eines der großen Projekte, die 2022 in Barßel auf der Agenda stehen. Baustart für den ersten Teil des Gebäudes, den Verwaltungstrakt, soll im Mai sein.

Rathausneubau immens verteuert

Auf 11,3 Millionen Euro sind die Kosten für das Projekt angewachsen. Knapp 10 Millionen davon muss die Gemeinde selber schultern. Eine Initiative hatte 2021 einen Bürgerentscheid gegen den teuren Neubau angestrengt, aber nicht genügend Stimmen zusammenbekommen. Die dadurch bedingte Verzögerung hatte weitere Kostensteigerungen zur Folge.

Das zweite Großprojekt, das Barßel 2022 angeht, ist die Sanierung der Integrierten Gesamtschule, IGS, an der Westmarkstraße. Die ältesten Trakte stammen aus den 60er Jahren. Zehn Bauabschnitte hat die Schule hinter sich, den jüngsten zur Jahrtausendwende.

Gemeinde hofft auf Fördergeld für IGS

Was genau gemacht werden soll, ob Sanierung genügt oder Gebäudeteile ersetzt oder neu angebaut werden, muss sich noch herausstellen. Wie beim Rathaus werden auch diese Bauarbeiten Jahre in Anspruch nehmen. Anhuth bleibt trotzdem optimistisch, dass der Schulbetrieb nicht besonders beeinträchtigt sein wird, wurde doch das Gebäude einst für 1100 Schülerinnen und Schüler errichtet. Die IGS wird heute von knapp 500 Kindern und Jugendlichen besucht.

Das zweite Großprojekt, mit dem die Gemeinde Barßel in diesem Jahr startet, ist die Sanierung der Integrierten Gesamtschule, IGS, an der Westmarkstraße. Die ältesten Teile des Schulgebäudes stammen aus den 60er Jahren. Welche Trakte ersetzt werden müssen, wird in Abstimmung mit der Schulleitung geklärt. Knapp 500 Schülerinnen und Schüler besuchen die IGS. Der Schulbetrieb soll durch Baumaßnahmen möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Das zweite Großprojekt, mit dem die Gemeinde Barßel in diesem Jahr startet, ist die Sanierung der Integrierten Gesamtschule, IGS, an der Westmarkstraße. Die ältesten Teile des Schulgebäudes stammen aus den 60er Jahren. Welche Trakte ersetzt werden müssen, wird in Abstimmung mit der Schulleitung geklärt. Knapp 500 Schülerinnen und Schüler besuchen die IGS. Der Schulbetrieb soll durch Baumaßnahmen möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Bei der Sanierung des Schulbaus hofft die Gemeinde auf Fördermittel. Bitter sei es gewesen, sagt Erster Gemeinderat Michael Sope, dass für die Millionenprojekte Hafen-Bad und Sporthalle beim Schulzentrum nur ein paar zehntausend Euro Fördergeld in Anspruch genommen werden konnten. Später wurden weitaus großzügigere Förderprogramme aufgelegt. Doch Barßel stand damals unter Zugzwang, und die Gemeinde handelte.

Schuldenstand stets bei knapp 11 Millionen

Trotz dieser und anderer Investitionen liege der Schuldenstand in den Jahren seiner Amtszeit stets bei knapp 11 Millionen Euro, betont Anhuth. Für ihn war 2021 ein aufregendes Jahr: Im September wurde er mit 82 Prozent der Wählerstimmen in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt. Im November brachte seine Frau Steffani Töchterchen Linn zur Welt.

Am Wohnmobilstellplatz beim Hafen sollen in diesem Jahr die Sanitäranlagen vollendet und Unterstellmöglichkeiten für die Paddel- und Pedalstation geschaffen werden.
Am Wohnmobilstellplatz beim Hafen sollen in diesem Jahr die Sanitäranlagen vollendet und Unterstellmöglichkeiten für die Paddel- und Pedalstation geschaffen werden.

Insgesamt stieg die Anzahl der Einwohner im Gemeindegebiet auf 13.864 zum Jahresende 2021. Die Gemeinde Barßel wächst allmählich, aber stetig. Jedes Jahr kommen etwa 100 Neubürger hinzu. 2021 stehen 138 Geburten 147 Sterbefällen gegenüber.

Auch in der Gemeinde Barßel war und ist das Leben geprägt von der Corona-Pandemie – hier eine Hinweistafel zum Testzentrum am Barßeler Hafen-Bad.
Auch in der Gemeinde Barßel war und ist das Leben geprägt von der Corona-Pandemie – hier eine Hinweistafel zum Testzentrum am Barßeler Hafen-Bad.

Das abgelaufene Jahr sei auch in Barßel von der Pandemie bestimmt gewesen, sagte Anhuth. Dennoch lasse man sich im Rathaus nicht den Optimismus nehmen, dass die Situation in diesem Jahr besser werde.

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