Finanzen
Gemeinde Saterland hat in den nächsten Jahren viel vor
In den einzelnen Ortsteilen der Gemeinde Saterland sind große Investitionen geplant. Geld fließt in Schulen und Vereine, in die Erneuerung des Bauhofs und andere Projekte.
Ramsloh - Die Gemeinde Saterland hat in den kommenden Jahren viel vor. Das bedeutet hohe Schulden, wie Kämmerer Jens Gralheer bei der Vorstellung des Haushalts in der Ratssitzung am 20. Dezember erläuterte. Gralheer stellte das Investitionsprogramm für den Planungszeitraum 2021 bis 2025 vor.
In den nächsten drei Jahren werde die Gemeinde etwa elf Millionen Euro Kredite aufnehmen, kündigte er an. Steht die Kommune jetzt, Ende 2021, mit einem Schuldenstand von etwa 8,6 Millionen Euro da, werde sich dieser bis Ende 2025 auf insgesamt knapp 17 Millionen Euro erhöhen. „Das ist viel“, stellte der Saterländer Kämmerer fest, „aber es steht auch viel an.“
Neubau Bauhof und Sporthalle Ramsloh
Zu den großen Brocken, deren Finanzierung auf mehrere Jahre verteilt wird, gehört etwa der Neubau des Bauhofs. Die Gemeinde Saterland plant den Neubau eines Multifunktionsgebäudes am jetzigen Standort in Scharrel an der Hauptstraße. Rund 4,6 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, verteilt auf 2022 und 2023. Im kommenden Jahr sind für den Neubau 800.000 Euro eingestellt, dazu 495.000 Euro für den Austausch von Baumaschinen, 180.000 Euro für den Erwerb einer Kehrmaschine und 65.000 Euro für ein zusätzliches Fahrzeug. Ein großes Projekt mit einem Finanzierungsbedarf von 4,4 Millionen Euro, an dem allerdings auch andere öffentliche Stellen beteiligt sein werden, ist die Erneuerung der Sporthalle Ramsloh. Wie das genau geplant wird, ist noch offen. Für 2022 stehen für die Neugestaltung 100.000 Euro für diese Planung im Haushalt. Die örtlichen Sportvereine bekommen für verschiedene Projekte in Summe 160.000 Euro von der Gemeinde. Die Breitbanderschließung wird das Saterland netto in den nächsten Jahren 1,5 Millionen Euro kosten. 173.000 Euro davon werden 2022 fällig.
Marienschulewird erweitert
2022 stehen auch Erweiterung und Umbau der Grundschule Marienschule in Strücklingen an. Dafür sind 585.000 Euro in den Haushalt eingestellt, weitere 300.000, die aus diesem Jahr übrig geblieben sind, kommen hinzu. Mehr als 970.000 Euro sind für die Sanierung des Schulzentrums in Ramsloh anberaumt. Für ein Blockheizkraftwerk sind allein 105.000 Euro veranschlagt. Zudem ist geplant, das vorhandene Blockheizkraftwerk im Freizeitbad auszutauschen. Kostenpunkt: 92.000 Euro. Für den Busbahnhof am Schulzentrum sind 850.000 Euro vorgesehen. Ein Großteil davon, nämlich 735.000 Euro, bekommt die Gemeinde als Zuschuss. In der Grundschule in Sedelsberg soll für 65.000 Euro das Dachgeschoss ausgebaut werden. Die Grundschule in Ramsloh bekommt einen Sonnenschutz für 62.000 Euro. Für den Bau einer Mensa am kommunalen Ramsloher Kindergarten Pusteblume sind 755.000 Euro angesetzt.
Neben der Skateranlage in Ramsloh soll ein Soccerfeld eingerichtet werden. Der ursprüngliche Haushaltsansatz von 30.000 Euro wurde wegen der enormen Preissteigerungen für 2022 auf 75.000 Euro heraufgesetzt.
Rathaus: Neue Fenster und neue Möbel
Im Rathaus in Ramsloh sollen die Fenster saniert werden. Das schlägt mit 200.000 Euro zu Buche, von denen 40.000 Euro aus Klimaschutzmitteln des Bundes finanziert werden sollen. Außerdem werden neue Möbel angeschafft. Für die Ausstattung der Büros, inklusive dem des Bürgermeisters, wird mit 110.000 Euro kalkuliert. Für das Unterstellen von Dienstfahrzeugen soll für 90.000 Euro ein Carport beim Rathaus gebaut werden. In dem Betrag ist die Installation von zwei Elektroladesäulen einberechnet, um die Möglichkeit vorzuhalten, eigene Elektrofahrzeuge zu laden.
270.000 Euro sind für die Erneuerung von zwei Brücken in Ramsloh in der Nähe des Hollener Sees eingeplant. 50.000 Euro zahlt die Gemeinde für den neuen Kommandowagen der Ramsloher Feuerwehr.
Die Gesamtsumme, die die Gemeinde Saterland im kommenden Jahr investieren will, beträgt 11,8 Millionen Euro. 5,66 Millionen davon müssen finanziert werden. Dafür sei eine Kreditaufnahme von drei Millionen Euro eingeplant, was einer Kreditfinanzierungsquote von gut 25 Prozent entspricht, erläuterte Kämmerer Jens Gralheer.
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