Bildung

Befreiung vom Unterricht: Viele ältere Schüler bleiben zu Hause

| | 17.12.2021 17:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vor allem in den älteren Jahrgängen wurden viele Schüler für die kommende Woche vom Präsenzunterricht abgemeldet. DPA-Symbolfoto: Schuldt
Vor allem in den älteren Jahrgängen wurden viele Schüler für die kommende Woche vom Präsenzunterricht abgemeldet. DPA-Symbolfoto: Schuldt
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In der kommenden Woche entfällt die Präsenzpflicht im Unterricht. Der GA hat bei Schulen im Oberledingerland nachgefragt, wie viele Kinder und Jugendliche abgemeldet wurden.

Oberledingerland - Die Präsenzpflicht an Niedersachsens Schulen wird zur Eindämmung des Corona-Virus vor Weihnachten aufgehoben. Von Montag bis Mittwoch kommender Woche müssen Schüler nicht mehr zum Unterricht kommen. Eine Umfrage bei heimischen Schulen zeigt folgenden Trend: Je älter die Schüler, umso eher bleiben sie zu Hause. Dagegen gibt es von Eltern von kleineren Kindern kaum Abmeldungen.

Axel Bunjes, stellvertretender Schulleiter am Albrecht-Weinberg-Gymnasium in Rhauderfehn, erklärte: „In den Jahrgängen 11 bis 13 kommen nur noch ein paar Jugendliche in der nächsten Woche zur Schule.“ Im Jahrgang 10 blieben 86 Prozent der Schüler dem Unterricht fern, im neunten Jahrgang sogar 88 Prozent. Dagegen würden beispielsweise im fünften Jahrgang lediglich 17 Prozent der Schüler fehlen. Bis Donnerstagabend hatten die Eltern Zeit, ihre Kinder über das Online-System I-Serv abzumelden. „Für uns war das Ganze natürlich ein deutlicher Mehraufwand“, betonte Bunjes. Sollte es in den einzelnen Klassen eines Jahrgangs nur noch wenige Schüler geben, werden diese zu Gruppen zusammengefasst. Die Kinder und Jugendlichen, die nicht mehr zum Unterricht kommen, sollen Aufgaben und Arbeitsblätter für zu Hause erhalten. „Ein Distanzunterricht, wie wir ihn aus dem vergangenen Jahr kennen, wird es aber nicht geben“, sagte Bunjes.

„Das ist weder Fisch noch Fleisch“

In der Schule am Osterfehn in Ostrhauderfehn sind von den insgesamt 400 Haupt- und Realschülern 140 abgemeldet worden. Schulleiter Ludger Mählmann hält von der Befreiung von der Präsenzpflicht nicht viel. „Das ist weder Fisch noch Fleisch“, betonte Mählmann. Bei ihm gebe es keine größeren Unterschiede in den Altersklassen. „Wir haben eine zehnte Klasse, die bleibt komplett zu Hause. Eine andere zehnte wiederum ist fast vollständig da“, sagte der Schulleiter.

Nur ganz wenige Eltern, die ihre Kinder vom Unterricht befreit haben, gibt es an der Grundschule Völlenerfehn. Wie Schulleiter Horst Kruse auf Nachfrage mitteilte, würden von den insgesamt 150 Jungen und Mädchen nur zehn Prozent nicht mehr zum Unterricht kommen. Kruse hält den Schritt der Landesregierung für fragwürdig. „Meiner Meinung nach hätte es so wie geplant weiterlaufen können“, erklärte er.

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