Advent

Handgefertigte Krippen im Mandehuus

| | 02.12.2021 17:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Heinz-Erhard Fugel aus Strücklingen (links) und Karl-Heinz Brinkmann aus Ramsloh präsentieren selbst hergestelltes Kunsthandwerk aus Holz und Torf in der Adventsausstellung im Strücklinger Mandehuus. Fotos: Fertig
Heinz-Erhard Fugel aus Strücklingen (links) und Karl-Heinz Brinkmann aus Ramsloh präsentieren selbst hergestelltes Kunsthandwerk aus Holz und Torf in der Adventsausstellung im Strücklinger Mandehuus. Fotos: Fertig
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Im Strücklinger Gemeinschaftshaus Mandehuus läuft eine Adventsausstellung. Dort stellen Karl-Heinz Brinkmann und Heinz-Erhard Fugel Weihnachtskrippen zum Verkauf aus, die aus Weißtorf und Holz sind.

Strücklingen - „Sie können sich ja denken, wie es ist: Frust pur!“, sagt Marlies Jakobi vom Strücklinger Bürgerverein auf die Frage, wie es denn im Mandehuus so laufe in Corona-Zeiten. Vor einem Jahr war das Strücklinger Gemeinschaftshaus an der Ecke Kirchweg/Hauptstraße, das auf Saterfriesisch „Strukeljer Maandehus foar us aal“ heißt, eröffnet worden. Damals befand sich Deutschland schon im Lockdown. Die Situation blieb schwierig bis heute.

Vor einem Jahr, im ersten Corona-Lockdown, wurde das Strücklinger Maandehuus, ein Bürgerhaus, eröffnet. Es fanden einige Aktivitäten statt. Aber ohne die Pandemie wäre der Start noch viel besser gelaufen, vermutet Marlies Jakobi vom Strücklinger Bürgerverein.
Vor einem Jahr, im ersten Corona-Lockdown, wurde das Strücklinger Maandehuus, ein Bürgerhaus, eröffnet. Es fanden einige Aktivitäten statt. Aber ohne die Pandemie wäre der Start noch viel besser gelaufen, vermutet Marlies Jakobi vom Strücklinger Bürgerverein.

Einige Ausstellungen und Veranstaltungen hätten sie trotzdem hingekriegt, berichtet Jakobi. Gut angenommen worden sei etwa die Obst- und Gemüsetauschbörse, die zwei Sommermonate lang lief. Davon habe sie auch selbst profitiert, erzählt sie. Von den Aroniabeeren, die sie dabei ergattert habe, habe sie gemeinsam mit Johanna Evers einen Likör angesetzt. Der wird jetzt im Mandehuus in verschiedenen Größen angeboten als „Die grote Seelter“ oder „Die litje Seelter“.

Glückskekse, Honig und Grußkarten

Das Getränk gehört zur Adventsausstellung, die vergangenen Sonntag eröffnet wurde. Kaufen kann man dort auch Seelter Glückskekse, Honig von sechs Saterländer Imkern, Marmelade und Weihnachtskarten, die die Kreativgruppe des Bürgervereins gestaltet hat. Das Kernstück der Ausstellung aber bilden die kunsthandwerklichen Arbeiten von Heinz-Erhard Fugel aus Strücklingen und Karl-Heinz Brinkmann aus Ramsloh.

Der 64-jährige Fugel, gelernter Autoschlosser, ist das ganze Jahr über in seiner Werkstatt zugange, wann immer er für sein Hobby mit Säge und Hobel Zeit findet. Im Maandehuus bietet er jetzt Weihnachtliches aus Holz an: Elche, eine Krippe mit Schweifstern am Giebel, Sterne, Tannen, Wichtel, Waldtiere. Für seine Tischlereien verwendet Fugel unterschiedliche Hölzer: Buche, Eiche, Kirsche oder Birnbaum. Alle sind unbehandelt.

Krippen aus Weißtorf

Der 67-jährige Karl-Heinz Brinkmann hat im Mandehuus Krippen ausgestellt, die er aus Weißtorf geschnitzt hat. Damit ist der im Ruhestand befindliche Bundeswehrangestellte über die Region hinaus bekannt geworden. Die naturnah wirkenden Stallgebäude mit Figuren sind in mehreren Größen zu haben, je nach Platz und Geldbeutel. Auch seine Moorsoldaten zeigt Brinkmann. Außerdem stellt er Radierungen aus mit Saterländer Motiven, die ebenfalls zum Verkauf stehen.

Eine Radierung mit Charakteristika aus allen vier Ortsteilen des Saterlands hat Karl-Heinz Brinkmann angefertigt. Sie ist unverkäuflich, weil die Gemeinde Saterland Exemplare davon an verdiente Bürgerinnen und Bürger verschenkt. Aber die anderen Bilder, die Brinkmann im Mandehuus ausstellt, stehen zum Verkauf.
Eine Radierung mit Charakteristika aus allen vier Ortsteilen des Saterlands hat Karl-Heinz Brinkmann angefertigt. Sie ist unverkäuflich, weil die Gemeinde Saterland Exemplare davon an verdiente Bürgerinnen und Bürger verschenkt. Aber die anderen Bilder, die Brinkmann im Mandehuus ausstellt, stehen zum Verkauf.

Ilona Kluth betritt das Mandehuus: Sie ist eine frühere Klassenkameradin von Karl-Heinz Brinkmann und möchte gern eine Torfkrippe von ihm kaufen. Sie sei in Elisabethfehn aufgewachsen, erzählt sie, also quasi mitten im Moor. Die Torfkrippe möchte Kluth ihrer in Trier lebenden Tochter zu Weihnachten schenken, damit die etwas Charakteristisches aus der Heimat auf dem Gabentisch findet. Schnell werden Künstler und Kundin sich handelseinig.

Vier Tage die Woche geöffnet

Wer das Kunsthandwerk ebenfalls kaufen oder einfach betrachten möchte, kann dies zu den Öffnungszeiten des Mandehuus tun. Geöffnet ist montags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 20 bis 22 und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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