Geschichte
Ausstellung über Scharreler Ringziegelei geplant
Das Moor- und Fehnmuseum plant eine Ausstellung über die frühere Ringziegelei Scharrel. Dafür werden Zeitzeugen gesucht.
Scharrel/Elisabethfehn - Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn sucht Zeitzeugen, die über Geschehnisse oder Erlebnisse im Zusammenhang mit der Ziegelei in Scharrel berichten können und möchten. Für das Frühjahr 2023 ist eine neue Sonderausstellung in Planung über die ehemalige Ringofenziegelei Brinkmann in Planung. Das teilte Janne Hanssen, Wissenschaftliche Volontärin des Moor- und Fehnmuseums, mit.
Der Betrieb an der Ziegeleistraße in Scharrel hat eine bewegende Geschichte. Anfang der 1930er Jahre übernahm der Ingenieur Otto Brinkmann aus Bockhorn die Ziegelei von der Stadt Oldenburg. Sie wurde unter dem Namen Oldenburger Ton- und Torfwerk „Ziegelei Otto Brinkmann“ Scharrel – Verblend- und Dachziegelwerk geführt.
Abbruch und Sprengung des Schornsteins
Nach der Abtrennung des Torfwerkes führte Brinkmann den Ziegeleibetrieb bis 1970. Danach betrieb die Firma Jacob Ekkenga die Ziegelei bis zu ihrer Stilllegung und Ende der Produktion im Jahr 1981. Später nutzte die Firma Ton-Schaum Scharrel von Peter Mack das Gelände in der Nähe der Sagter Ems unter anderem zur Herstellung von Grolit 2000.
In dieser Zeit fiel auch der Großbrand am Kammerofen und nachfolgend dessen Abbruch und die Sprengung des Schornsteins 1984. Seit 1998 gehört das Torfwerk von Paul Brinkmann und die ehemalige Ziegelei zu den Torfwerken der holländischen Firma Griendtsveen, die ihren Sitz in Scharrel an der Hauptstra0e hat.
Zeitzeugen gesucht
Zur Vorbereitung der Ausstellung ist das Museum auf der Suche nach Personen, die sich noch an die Ziegelei und die Arbeit dort erinnern können. Auch Berichte von alltäglichen Erlebnisse und Anekdoten, aus eigener Erfahrung oder durch Erzählungen von Angehörigen und Bekannten, wären hilfreich. Interessant sind auch Dokumente, Fotos und Objekte zum Thema Ringofenziegelei Scharrel., teilte Hanssen mit.
Wer dem Museum weiterhelfen möchte, kann sich telefonisch unter 04499/2222 oder per Mail (info@fehnmuseum.de) beim Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn melden.