Fußball

Aus 0:2 wird 3:2: Firrels Pokal-Wahnsinn geht weiter

| | 04.11.2021 11:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Manuel Suda (Zweiter von links) erzielte wie schon gegen Bevern (Foto) einen Treffer in der Nachspielzeit. Foto: Doden
Manuel Suda (Zweiter von links) erzielte wie schon gegen Bevern (Foto) einen Treffer in der Nachspielzeit. Foto: Doden
Artikel teilen:

GW Firrel ist ein Phänomen im Fußball-Bezirkspokal. Jedes Mal lag Firrel in der zweiten Hälfte zurück, jedes Mal gewann GW noch. Am Mittwoch in der 4. Runde stand es in Lastrup bis zur 85. Minute 0:2.

Lastrup - Bezirkspokalspiele von GW Firrel sind nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Am Mittwochabend hat sich der Fußball-Landesligist zum wiederholten Male durch ganz späte Tore in die nächste Runde, dem Viertelfinale, gerettet. Beim FC Lastrup lag Firrel bis zur 85. Minute mit 0:2 zurück, ehe Manuel Suda mit einem Freistoßtor aus 22 Metern in die lange Ecke die Wende einleitete. Der spät eingewechselte Mirco Bruns (89.) nach einer Ecke und Suda per Elfmeter, nachdem er zuvor selber gefoult worden war (90. +3), drehten die Partie noch in der regulären Spielzeit.

„Die mit dem Bus mitgereisten Fans fragten uns nach dem Spiel, warum wir es immer so spannend machen müssen. Sonst wäre es ja langweilig gewesen“, schmunzelt Daniel Franziskus, der GW gemeinsam mit Bernd Grotlüschen trainiert. Auf dem Platz stand der Letztgenannte in Lastrup nicht. Wegen Knieproblemen fehlte der 36-Jährige. Mit Tim Schouwer, Eike Thaden und Patrick Vietor fehlten weitere Stammkräfte.

Trainer mit der Leistung nicht zufrieden

Nichtsdestotrotz war Firrel beim Siebten der Bezirksliga Weser-Ems IV klar spielbestimmend. Doch während Reinhard Grotlüschen, Aleksandar Radenkovic, Manuel Suda und Leon Zimmermann gute Möglichkeiten ausließen, trafen die Gastgeber vor Firrels Wahnsinn in der Schlussphase zweimal. Nach einer Flanke von der linken Seite war Firrels Defensive zu weit weg, sodass Felix Jacoby den Ball annehmen und einschieben konnte (5.). Aus abseitsverdächtiger Position gestartet, erhöhte Jan Ludmann (74.) auf 2:0. „Dann haben die Jungs Moral gezeigt. Zuletzt hatten wir gute Spiele nicht gewonnen, nun bin ich mit der Leistung nicht so zufrieden, wir sind aber eine Runde weiter. Das zählt“, sagt Daniel Franziskus.

Bereits in den Runden zuvor musste Firrel mächtig zittern. Beim 4:2 in der ersten Runde lag Firrel beim Kreisklassisten SG Egel-Popens bis zur 74. Minute mit 1:2 zuück. In den folgenden Runden – erst gegen den Heidmühler FC, dann gegen Germania Wiesmoor – erzielte Firrel erst in der Nachspielzeit den Ausgleich, ehe das Spiel im Elfmeterschießen gewonnen wurde. Nun umging GW die Entscheidung vom Punkt geradeso. Im Viertelfinale wartet am 25. Mai wartet nun der SV Bevern. Mit dem TV Bunde und dem TuS Esens sind noch zwei weitere Teams aus Ostfriesland im Wettbewerb. Sie treffen am 17. November im Achtelfinale aufeinander.

Ähnliche Artikel