Wohnungsbau
Betreutes Wohnen: Richtfest beim St. Michael-Stift
Beim Alten- und Pflegeheim St. Michael-Stift in Bollingen entstehen neun weitere Wohnungen. Mehr als eine Million Euro wird in das Konzept „Betreutes Wohnen“ investiert.
Bollingen – Beim Alten- und Pflegeheim St. Michael-Stift in Bollingen ist am Dienstag Richtfest gefeiert worden. Die Einrichtung erweitert ihr Angebot zum „Betreuten Wohnen“. Neun weitere Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 555 Quadratmetern entstehen in zwei Reihenhäusern in direkter Nachbarschaft zum Alten- und Pflegeheim. Die Zufahrt erfolgt über den Toskewieker Weg, wo in den Jahren 2008 und 2013 bereits insgesamt 12 Wohnungen gebaut worden sind. „Es gibt eine sehr hohe Nachfrage“, sagte Heimleiter Gunnar Evers. Es werde eine Warteliste geführt.
Nur acht Wochen nach Baubeginn wurde der Richtkranz gesetzt, den die Nachbarn gebunden hatten. „Wir freuen uns, dass nun bald das Dach geschlossen wird“, sagte Pfarrer Ludger Fischer von der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus Saterland. Der Geistliche ist Vorsitzender des Kuratoriums des St.-Michael-Stiftes. Seit 2019 hatten sich die Mitglieder des Kuratoriums wegen der großen Nachfrage mit der erneuten Ausweitung des Angebots „Betreutes Wohnen“ auf dem rund 4,5 Hektar großen Gelände des St.-Michael-Stiftes beschäftigt. Dieses Konzept bilde zusammen mit dem Alten- und Pflegeheim eine Einheit. Mehr als eine Millionen Euro werden nun investiert. Genaue Zahlen nannten Gunnar Evers und Fischer nicht. Evers sprach von einer „siebenstelligen Summe“.
Fertigstellung um Frühjahr 2022 geplant
Neben dem Alten- und Pflegeheim, das mit seinen 114 Plätzen aller Pflegegrade für Langzeit-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege fast immer zu 100 Prozent ausgelastet ist, bietet das St.-Michael-Stift seit 2008 betreutes Wohnen auf dem Gelände an. Damals enstanden fünf Wohnungen. 2013 kamen sieben weitere hinzu. Die Mieter sind dank der Anbindung an das Alten- und Pflegeheim gut umsorgt, leben aber vollkommen selbstständig in altengerechten Wohnungen. Bei Bedarf können sie Hilfe durch Pflegekräfte in Anspruch nehmen, so Evers. Alle Wohnungen seien auch mit Warnmeldern ausgestattet.
Die Fertigstellung der neuen Wohnungen ist nach Angaben von Architekt Bernd Norrenbrock (Leer) für April 2022 geplant. Alle Wohnungen sind ebenerdig und behindertengerecht sowie zwischen 50 und 60 Quadratmetern groß.