Fußball
TuRas Torjäger Frank Waden hat eine einzigartige Quote
Acht von zwölf TuRa-Toren hat Frank Waden erzielt. Der Torjäger hat in Westrhauderfehn eine tolle Entwicklung genommen. Auch bei einem anderen Hobby ist der Mann aus Elisabethfehn sehr fleißig.
Elisabethfehn - Von der Teilzeitkraft zum unumstrittenen Stammspieler, Leistungsträger und Top-Torjäger: Diese Entwicklung hat Frank Waden seit seinem Wechsel vom Fußball-Kreisligisten SV Strücklingen beim jetzigen Landesligisten TuRa 07 Westrhauderfehn genommen. Allein acht der zwölf Ligatore von Westrhauderfehn gehen auf das Konto des Mannes aus Elisabethfehn. „Zahlen lügen nicht. Sie zeigen eindrucksvoll, wie unverzichtbar Fränky mittlerweile für uns ist“, sagt TuRas Trainer Erhan Colak. „Er ist einfach ein absoluter Torjäger mit unbändigem Willen.“
Die Torquote von Frank Waden ist sogar einzigartig in den sieben Landesliga-Staffeln in Niedersachsen. Kein Spieler hat anteilig mehr Tore seines Vereins geschossen als der 24-Jährige für TuRa Westrhauderfehn. 66,66 Prozent aller TuRa-Treffer gehen auf Wadens Konto. Von der Landesliga, der 6. Liga, aufwärts bis zur Bundesliga, weist in den niedersächsischen Vereinen nur ein Spieler eine bessere Quote auf: Malte Meyer vom Regionalligisten Lüneburger Sport-Klub Hansa. Jener erzielte acht der elf Tore seines Vereins.
Von TuRa-Anfrage „begeistert“
Frank Waden selbst möchte seine unglaubliche Torquote nicht zu hoch hängen. „Auch ich lasse noch hier und da eine gute Chance liegen“, gibt sich der gelernte Industriemechaniker, der jetzt noch in Emden seinen Bachelor im Maschinenbau nachschiebt, bescheiden. „Allgemein lassen wir einfach zu viele Dinger liegen. Deshalb stehen wir, wo wir stehen“, sagt Waden. TuRa ist mit acht Punkten Tabellenletzter der Landesliga-Staffel Weser-Ems I. In der Torjägerliste rangiert Waden aber auf Rang drei.
Frank Waden war schon immer ein „Knipser“, bereits in jüngeren Jugendjahren beim SV Strücklingen und dann ab der D-Jugend bei Hansa Friesoythe. Im Herrenbereich kehrte der Blondschopf zurück zum SVS, stieg prompt von der Kreisklasse in die Kreisliga auf. „Nach ein paar Jahren dort wusste ich, dass wechseln muss, um mich noch einmal weiterzuentwickeln. Zu diesem Zeitpunkt fragte TuRa an. Ich war sofort begeistert“, sagt Waden, der sich sportlich aber erstmal hinten anstellen musste.
Zunächst nur Reservist
So kam Waden vor allem zu Beginn der Bezirksliga-Saison 2019/20 in der Bezirksliga nicht über Kurzeinsätze hinaus. Im Schnitt spielte der gebürtige Strücklinger in seinen 15 Einsätzen nicht einmal eine Halbzeit lang. Seine Treffsicherheit stellte Frank Waden mit acht Toren bereits unter Beweis. „Auf der Weihnachtsfeier wurde ich sogar als Mr. Effizienz ausgezeichnet, weil ich für ein Tor im Schnitt die wenigsten Minuten brauchte“, sagt Frank Waden. Doch Monate später bremste ihn erst die Pandemie und dann anderthalb Wochen vor dem Landesliga-Start ein im Training zugezogener Innenbandriss aus. Als er wieder fit war, wurde die Saison abermals abgebrochen. So bestritt Frank Waden in der abgelaufenen Spielzeit nicht ein einziges Pflichtspiel.
Zu dieser Spielzeit meldete sich der Elisabethfehntjer eindrucksvoll zurück. „Ich wusste, dass ich liefern musste, wenn ich spielen will. Denn wir haben mit Pascal Menken noch einen anderen super Stürmer“, sagt Frank Waden. Doch Menken verletzte sich in der Vorbereitung am Knie, fiel ein paar Spiele aus. Diese Chance nutzte sein interner Konkurrent. „Fränky hat einfach einen Lauf, Paco leider nicht – noch nicht. Beide haben aber die gleiche Qualität“, sagt Trainer Erhan Colak. Beide Stürmer könnten, wie am vergangenen Sonntag beim 2:2 in Wilhelmshaven erfolgreich ausprobiert, auch gemeinsam als Doppelspitze auflaufen. „Wir harmonieren gut und verstehen uns ebenso prächtig“, findet Frank Waden, der seit einem Jahr gemeinsam mit seiner Freundin Mandy Raeder in der ausgebauten ersten Etage im Haus seiner künftigen Schwiegereltern wohnt.
Begeisterter Radfahrer
Neben Fußball begeistert sich Frank Waden auch für einige andere Sportarten. So hängt eine Darts-Scheibe in der Wohnung. „Sehr gerne und mehrmals die Woche fahre ich auch mit dem Rad“, sagt der 1,85-Meter-Mann. Dann nimmt er oft auch Mischlingsrüde „Otis“ mit. Ab und zu ist dieser auch bei Laufeinheiten dabei, die Frank Waden gelegentlich zusätzlich zu den Trainingseinheiten mit dem Team absolviert.
In diesem ist Frank Waden nicht nur fürs Toreschießen zuständig. „Er ist auch ein Stimmungsmacher in der Mannschaft, der hohes Ansehen genießt“, sagt sein jetziger Coach und einstiger Stürmer-Konkurrent Erhan Colak. „Hoffentlich bleibt er gesund und trifft weiterhin so regelmäßig.“