Investition
Rhauderfehn will Kosten für Kunstrasenplatz prüfen
Eine Fachfirma soll ermitteln, was es kosten würde, den B-Platz von Tura 07 in einen Kunstrasenplatz zu verwandeln. Eine solche Investition könnte allen Vereinen nutzen.
Rhauderfehn - Die Gemeinde Rhauderfehn soll untersuchen, was es kostet, einen Kunstrasenplatz anzulegen. Damit hat der Verwaltungsausschuss, nach dem Gemeinderat das wichtigste politische Gremium, die Verwaltung beauftragt. Als Beispielstandort wurde der B-Platz von Tura 07 an der Werftstraße ausgewählt.
„Wir werden uns damit jetzt konkret beschäftigen. Ein Planungsbüro oder eine Fachfirma wird beauftragt, das durchzurechnen und zu schauen, was dort geht“, erklärt Bürgermeister Geert Müller.
Planungen wurden zurückgestellt
Die Konzeption sehe dabei vor, dass alle Vereine in der Gemeinde die Möglichkeit haben sollten, den Kunstrasenplatz für Fußballspiele zu nutzen. „Aber einer muss das koordinieren. Und in diesem Fall hat sich Tura dafür bereiterklärt“, so Müller.
Die Vereine wünschen sich schon seit Langem einen Platz, auf dem auch bei anhaltendem schlechten Wetter gespielt werden kann. Die Planungen wurden in der Vergangenheit aber zurückgestellt auch aufgrund der Diskussion um Umweltaspekte.
Ein Platz im Kreis Leer
Erst vor wenigen Tagen wurde im benachbarten Nordkreis Cloppenburg beim SV Strücklingen ein Kunstrasenplatz eröffnet. Rund 730.000 Euro wurden dort investiert. Der Landkreis hatte allerdings auch einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent gegeben. Die Gemeinde Saterland steuerte 55 Prozent bei. Zu den Bedingungen gehört, dass alle Fußballvereine und Schulen im Saterland den Platz nutzen können.
Im November 2020 wurde der Kunstrasenplatz an der Kleiststraße in Papenburg fertiggestellt. Er kostete rund 1,1 Millionen Euro. Im Landkreis Leer gibt es bislang einen Kunstrasenplatz - auf der Insel Borkum. Auf dem Festland steht den Kickern im Kreis noch kein solcher Platz zur Verfügung.