Unfall
Kunst-Steelen umgefahren: Fahrerin wurde ermittelt
Die Polizei hat die Fahrerin, die Anfang Oktober von der Unfallstelle am Kreisel in Rhauderfehn floh, ermittelt. Sie machte aber keine Angaben, wie es zu dem Unfall kam.
Rhauderfehn - Die Autofahrerin, die Anfang Oktober in Rhauderfehn eine Infotafel und das Denkmal zum Fehnjubiläum beim Kreisel in Rhauderfehn beschädigt hat, ist ermittelt. Es handelt sich um eine 33-Jährige aus Rhauderfehn. Sie ist auch Halterin des Wagens.
Als solche konnte sie auch kurz nach dem Unfall am Sonntagmittag, 3. Oktober, ermittelt werden. Auf der 1. Südwieke Richtung Kreisel fahrend war die bis dahin unbekannte Fahrerin in das Kunstensemble gekracht. Unklar war, ob die Halterin selbst gefahren war. Die Fahrerin hatte das schwer beschädigte Fahrzeug, das später abgeschleppt werden musste, an der Unfallstelle einfach stehen lassen und war dann verschwunden. Dass die Halterin selbst den Wagen gefahren hatte, habe sich nun bestätigen lassen, so Svenia Temmen, Sprecherin der Polizeiinspektion Leer-Emden.
Fall an Staatsanwaltschaft übergeben
Der Fall sei an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden. Die Fahrerin habe keine Angaben machen wollen, wie es zu dem Umfall gekommen ist.
Beschädigt wurden eine Tafel zur Fehntjer Geschichte sowie das Denkmal zum Fehnjubiläum. Letzteres besteht aus fünf Skulpturen der Bildhauer Paul Krüper-Wallenstein, Friedrich Ulferts und Hartmut Laack, die die Volksbank 2019 gestiftet hatte.
Neuer Standort für Tafel
Die Tafel mit Hinweisen zur historischen Bedeutung des Standorts liegt derzeit beim Bauhof. „Wir überlegen, wie wir das wieder anbringen können“, sagt Miriam Kulesssa von der Tourist-Information. Das Schild verweise auf das frühere Kaufhaus Hagius und sei Bestandteil der Fehn-Tour.
Am alten Standort wird die Tafel aber nicht wieder ihren Platz finden. „Dort stand sie nicht ideal“, so Bürgermeister Geert Müller. Mit Steelen plus Schild sei es sehr voll gewesen. Das Kunst-Ensemble komme ohne die Tafel besser zur Geltung. Die Tafel werde aber in der Nähe wieder aufgestellt, da sie ja an den historischen Standort gebunden sei.
Die Steelen haben Paul Krüper-Wallenstein und Friedrich Ulferts wieder hergerichtet: „Der Bauhof der Gemeinde hat uns dabei unterstützt“, sagt Krüper-Wallenstein. Eine Steele habe ordentlich was abbekommen, eine zweite wurde leichter beschädigt. „Zum Glück hatten wir vor dem Unfall zwei Aufsätze oben an den Steelen - eine Frau und ein Boot - abgenommen, um sie winterfest zu machen. Das Boot wäre sonst sicherlich zerstört worden.“ Mittlerweile sei das Ensemble wieder komplett.