Innenstadtbelebung

Friesoyther planen Fontänen für die Soeste

| | 23.09.2021 06:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ludger Bley-Hillker misst die Wassertiefe der Soeste zwischen Franziskusplatz und dem Lokal „Stadtmitte“. Für eine schwimmende Fontäne ist sie ausreichend. Foto: Stix
Ludger Bley-Hillker misst die Wassertiefe der Soeste zwischen Franziskusplatz und dem Lokal „Stadtmitte“. Für eine schwimmende Fontäne ist sie ausreichend. Foto: Stix
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Der Friesoyther Aktionskreis möchte den Verlauf der Soeste in der Innenstadt stärker betonen. Bei der Umsetzung geht es auch um Wasserspiele. Die Stadt ist bereits informiert.

Friesoythe - Den Plan hat Dorothea Kuhlmann-Arends schon lange. „Wir wollen die Soeste inder Innenstadt präsenter machen“, sagt die Sprecherin des Aktionskreises „Wir gestalten unsere Stadt“. Der erste Aufschlag dazu rückt näher: Mitglieder des Aktionskreises haben gemeinsam mit Ludger Bley-Hilker von der gleichnamigen Metallbaufirma geprüft, ob beim Franziskusplatz und beim Alten Rathaus Wasserfontänen installiert werden können.

Geplant sind schwimmende, runde Plattformen mit einem Durchmesser von rund 50 Zentimetern und einer Tiefe von etwa 30 Zentimetern. Eine Pumpe saugt bei diesen Vorrichtungen das Wasser an und sprüht es als Fontäne senkrecht nach oben. Optional können zusätzlich weitere Düsen eingebaut sein, die das Wasser weniger hoch als Bogen zu den Seiten ausgeben und dadurch für zusätzliches Volumen sorgen.

Plattform sollen vertäut werden

Die Plattformen werden wie ein Boot mit zwei Seilen von den gegenüberliegenden Ufern aus vertäut, sodass sie mit dem Wasserstand steigen oder sinken, nicht aber abtreiben können. Ein Stromkabel versorgt die Pumpe, ein weiteres bei Bedarf eine mögliche Beleuchtung. „Die Pumpenplattform muss waagerecht schwimmen, damit die Fontäne auch senkrecht in die Höhe geht“, sagt Ludger Bley-Hilker.

Allzu viel Wellengang sollte der Fontänenstandort also nicht haben. „Wir müssen deshalb einmal testen, wie sich so ein Objekt in dem fließenden Gewässer verhält.“ Zwei Standorte hat sich der Aktionskreis ausgesucht. Eine Fontäne könnte zwischen Franziskusplatz und dem Lokal „Stadtmitte“ installiert werden, die zweite kurz hinter dem Alten Rathaus. „Die Anlagen sollten schon ein Stück weit von der Brücke entfernt sein, damit sie gut sichtbar sind und kein Wasser auf die Straße oder die Terrasse des Lokals spritzt.“

Fünf Meter hoher Wasserstrahl

Beim Standort am Alten Rathaus muss zudem darauf geachtet werden, dass die Fontäne im Advent nicht die vor den Fenstern installierten Bilder des Adventskalenders beschädigt. Die Wassersäule der Fontänen soll, so die Planer, rund fünf Meter hoch sein. „Dann kann man es vom Auto aus gut sehen, vor allem aber ist es für die Fußgänger und Besucher der Innenstadt dann ein echter Hingucker“, sagt Kuhlmann-Arends. Auch eine Beleuchtung will der Aktionskreis installieren.

Welche Farbe genau das Licht haben soll, ist noch offen. Allerdings soll es dauerhaft einfarbig sein. „Nichts Wechselndes, das sieht nach Kirmes aus“, sagt Bernd Stuke. Ludger Bley-Hilker ist zuversichtlich, dass sich die Fontänen in der Flussmitte installieren lassen. Der Standort am Franziskusplatz scheint ihm unproblematisch, etwas Kopfzerbrechen macht ihm noch der Bereich beim Alten Rathaus, da hier das Wasser deutlich unruhiger ist und die Strömung stärker aussieht als auf der anderen Seite der Brücke.

Kosten überschaubar

„Wir probieren das aus“, sagt der Tüftler. „Da fällt uns schon was ein.“ Die Kosten für das Projekt sind überschaubar, heißt es aus dem Aktionskreis. Man gehe von einem niedrigen fünfstelligen Betrag für beide Fontänen aus.

„Mit der Stadt haben wir bereits gesprochen“, sagt Kuhlmann-Arends. Die Verwaltung habe dem Aktionskreis in Aussicht gestellt, dass das Projekt möglicherweise in das Programm „Perspektive Innenstadt“ eingebunden werden könne. Aus diesem Topf hat die Stadt kürzlich 345.000 Euro erhalten, die zur Attraktivitätssteigerung und Belebung der Innenstadt eingesetzt werden müssen. In ihrem Antrag hatte die Verwaltung die „Erlebbarkeit der Soeste“ als einen zentralen Punkt herausgestellt.

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