Politik
Rhauderfehn: Schwierige Suche nach Wahlhelfern
Damit im September neue Kommunalparlamente und ein Bundestag gewählt werden können, müssen viele ehrenamtliche Wahlhelfende ihren Beitrag leisten. Doch nicht überall gibt es ausreichend Freiwillige.
Oberledingerland/Barßel - In diesem Jahr müssen die Kommunen in Niedersachsen gleich für zwei Wahlen ehrenamtliche Helfer finden. Neben der Kommunalwahl am 12. September steht zwei Wochen später auch noch die Bundestagswahl an. In Rhauderfehn gab es dabei größere Probleme.
Bürgermeister Geert Müller (parteilos) betont: „Es gibt vermehrt wahlberechtigte Personen, die anerkannte gewichtige Gründe angeben, um das Ehrenamt abzulehnen.“ Die Gründe seien vor allem Ortsabwesenheit/Urlaub oder aber Betreuung von pflegebedürftigen Personen beziehungsweise minderjährigen Kindern. „Auch wird des Öfteren eine eigene Krankheit genannt“, so der Verwaltungschef.
„Überhaupt nicht reagiert“
Es gebe zudem erstmals auch mehrere Personen, die auf die Einberufungen der Verwaltung überhaupt nicht reagierten. „Soweit sich Personen nicht melden, versuchen wir telefonischen Kontakt aufzunehmen. Ab und an wurde die Rückmeldung nur vergessen. In anderen Fällen wurde die schriftliche Rückmeldung zugesagt, aber dann nicht in die Tat umgesetzt“, erklärt Müller. Aktuell werde beispielsweise noch ein Beisitzer für den Wahlvorstand in Burlage gesucht, so der Bürgermeister. Insgesamt werden in Rhauderfehn bei der Kommunalwahl etwa 240 Helfer im Einsatz sein.
In den anderen Kommunen des GA-Verbreitungsgebiets ist die Lage etwas besser, wenn auch nicht problemlos. So berichtet Kirsten Beening, Sprecherin der Gemeinde Westoverledingen: „Es ist nicht immer einfach, ausreichend viele Helfer in den einzelnen Wahllokalen zu finden. Generell war die Bereitschaft zur Mitarbeit aber bei den meisten Bürgern gut, sodass nun alle Positionen besetzt sind.“ Bei der Kommunalwahl sind 250 Helfer im Einsatz, bei der Bundestagswahl 175. Der Grund: Die Briefwähler werden bei der Bundestagswahl vom Landkreis ausgezählt und nicht von der Gemeinde.
Besondere Bedingungen in Barßel
In Barßel gab es in diesem Jahr zwar auch die ein oder andere Absage eines Wahlhelfers, aber keine größeren Schwierigkeiten. „Die Gemeinde Barßel hat ausreichend Wahlhelfer bekommen - und das trotz der besonderen Bedingungen. Denn wir hatten mit dem Bürgerentscheid einen zusätzlichen Wahltermin“, berichtet Barßels Gemeinde-Sprecherin Janina Wlodarczyk.
Auch aus dem Ostrhauderfehner Rathaus wurden keine Probleme vermeldet. Wahlleiter Joachim Brink betont: „Dass es zu Absagen kommt, wo dann Nachrücker eingesetzt werden müssen, ist normal. Lobenswerterweise hatten sich auch Personen bei der Gemeinde gemeldet, die von sich aus Interesse an einem Wahlamt bekundet hatten und auf die die Gemeinde dann zurückgreifen konnte.“ In Ostrhauderfehn machen bei der Kommunalwahl 144 Helfer mit, bei der Bundestagswahl 104.
Wer als Wahlhelfer tätig ist, der bekommt dafür eine Aufwandsentschädigung. Diese beträgt in den Kommunen des GA-Gebietes zwischen 25 und 35 Euro pro Person.