Corona

Impfaktion wurde im Nordkreis gut angenommen

| | 31.08.2021 14:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Vor dem Impfmobil des Landkreises Cloppenburg bildeten sich am Montag lange Schlangen, als in Barßel eine Impfaktion stattfand. 196 Menschen ließen sich dort gegen Corona impfen – etwa die Hälfte mit dem Vakzin von Biontech, die andere Hälfte mit dem von Johnson & Johnson. Foto: Passmann
Vor dem Impfmobil des Landkreises Cloppenburg bildeten sich am Montag lange Schlangen, als in Barßel eine Impfaktion stattfand. 196 Menschen ließen sich dort gegen Corona impfen – etwa die Hälfte mit dem Vakzin von Biontech, die andere Hälfte mit dem von Johnson & Johnson. Foto: Passmann
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In Barßel und Scharrel machte am Montag der Impfbus des Landkreises Station. 267 Impfwillige nahmen die Chance wahr, sich gegen Corona immunisieren zu lassen. Noch ist die mobile Aktion nicht vorbei.

Barßel/Scharrel - Sehr zufrieden zeigt man sich im Kreishaus Cloppenburg mit der Resonanz auf die mobile Impfaktion im Nordkreis. Am Montagvormittag war in Barßel geimpft worden, am Nachmittag lief eine Impfaktion in Scharrel. Am Mittwoch, 1. September, gastiert der Impfbus von 9 bis 11 Uhr auf dem Wochenmarkt in Ramsloh.

Der Termin in Barßel sei „sehr erfolgreich“ verlaufen, bilanzierte Kreissprecher Frank Beumker, und auch in Barßel sei das Impfangebot gut angenommen worden. 196 Menschen ließen sich in Barßel gegen Corona impfen. Etwa die Hälfte von ihnen, nämlich 97 Personen, wählte den Impfstoff von Biontech, 99 Impfwillige entschieden sich für das Präparat von Johnson & Johnson. In Scharrel ließen sich 69 Leute mit Biontech impfen und zwei mit dem Vakzin von Johnson & Johnson.

Lange Schlange vor dem Impfbus

Eine lange Menschenschlange bildete sich am Montagvormittag vor dem Impfbus, als der auf dem Parkplatz des Barßeler Einkaufszentrums Station machte. Um das Tempo der Impfkampagne zu erhöhen, hatte sich der Landkreis entschlossen, die mobile Impfaktion ins Rollen zu bringen. Durch den Einsatz hofft man bei der Behörde, dass Personen erreicht werden, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, sich impfen zu lassen oder sich kurzfristig entschlossen haben.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und Ärztin Theresa Herzog-Meyer hatten alle Hände voll zu tun. Die Schlange vor dem Impfbus wollte einfach nicht enden. Neben den DRK-Helfern unterstützten auch Bundswehrsoldaten im Impfmobil die Durchführung der mobilen Impfaktion.

Überrascht vom Andrang

Überrascht von dem großen Zuspruch in Barßel war Lennard Janßen vom Impfzentrum. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Vielleicht ist der Andrang so groß, weil die Landesregierung beabsichtigt, die 2G-Regelung einzuführen. Danach sind Nicht-Geimpfte von vielen Veranstaltungen ausgeschlossen“, mutmaßte Janßen. Womöglich sei den jetzt Impfwilligen auch die Strecke zum Impfzentrum in Petersfeld zu weit.

„Unkompliziert“

„Wir müssen und werden quasi gezwungen, uns impfen zulassen, sonst kommen wir nirgendwo mehr rein“, erklärte ein Impfwilliger, der nicht namentlich zitiert werden wollte. Dagegen war Igor Utwich aus Barßel aus freien Stücken gekommen. „Ich hatte gerade Zeit und Lust, mich impfen zu lassen. Außerdem braucht man ja bald wohl die Bescheinigung“, sagte der 32-Jährige.

Aus Kamperfehn war Lorena Janssen zum Impfen nach Barßel gekommen. „Ich möchte kein Corona bekommen. Daher habe ich mich kurzfristig dazu entschieden, mich hier im Impfmobil impfen zu lassen. Das ist unkompliziert“, so Janssen. Auch ohne die ausdrückliche Empfehlung ihres Kinderarztes wolle sie gerne geimpft werden, so die 13-Jährige aus Kamperfehn. Ohnehin waren nicht nur Impfwillige aus Barßel gekommen, sondern auch aus umliegenden Ortschaften.

Dem Andrang gewachsen

267 Impfungen an einem Tag, das sei „schon ein großer Schritt“ resümierte Kreissprecher Beumker, nachdem der Impfbus in Barßel und Scharrel Station gemacht hatte. Zu den meisten mobilen Impf-Aktionen kämen deutlich mehr Menschen als erwartet, aber natürlich sei man im Impfbus ausgerüstet und könne alle Impfwünsche erfüllen.

Der Impfbus des Landkreises ist seit dem 16. August unterwegs. Seitdem wurden darin – Stand Montagabend – insgesamt 1765 Menschen geimpft. Am 5. September endet die Aktion in Emstek. Dann wird das Gefährt 22 Stationen im gesamten Kreisgebiet angesteuert haben.

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