Natur

Idafehn: Anwohner ärgern sich über Gülledüngung am Idasee

| | 02.08.2021 11:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Karl Nordmann (links) und Hartmut T. Reliwette zeigen auf das Rohr, das von einem Graben in den Idasee führt. Ihrer Meinung nach fördert diese Zuleitung das immer wieder aufkommende Blaualgen-Problem in dem Gewässer. Fotos: Zein
Karl Nordmann (links) und Hartmut T. Reliwette zeigen auf das Rohr, das von einem Graben in den Idasee führt. Ihrer Meinung nach fördert diese Zuleitung das immer wieder aufkommende Blaualgen-Problem in dem Gewässer. Fotos: Zein
Artikel teilen:

Die beiden Idafehner Hartmut T. Reliwette und Karl Nordmann ärgern sich über ein Rohr, das von einem Graben in den Idasee führt. Nun haben sie den Landkreis eingeschaltet. Doch hat das geholfen?

Idafehn - Die Idafehner Hartmut T. Reliwette und Karl Nordmann sind sauer. Die beiden wohnen ganz in der Nähe des Idasees und gehen häufiger am Wasser spazieren. Schon lange ist ihnen dabei ein Kanalisationsrohr aufgefallen, dass von einem anliegenden Graben direkt in den südlichen Bereich des Idasees führt. Die beiden behaupten: Weil auf die Wiese, die direkt an dem Graben liegt, häufig Gülle aufgebracht wird, wird der Idasee verunreinigt.

„Durch die Jauche gelangen über das Rohr Nitrate in den Badesee. Und dies wiederum fördert das Vorkommen von Blaualgen - so wie zuletzt Mitte Juli wieder geschehen“, berichtet Reliwette. Sein Nachbar Nordmann und er fordern deshalb, dieses Rohr zu entfernen. „Stattdessen sollte das Oberflächenwasser aus dem besagten Graben in einen anderen benachbarten Graben geführt werden. Dieser wurde vor vielen Jahren genau zu diesem Zwecke durch das Förderprogramm Leader-2 angelegt“, so Reliwette. Doch es gibt seiner Meinung nach ein Problem: „Das Ganze funktioniert nicht, weil dieser Graben seit mehr als 30 Jahren stiefmütterlich behandelt wurde und das Wasser von dort nicht mehr in den anderen Graben abfließen kann.“ Unter anderem befinde sich an einer Stelle ein Baum mit 50 bis 60 Zentimeter Durchmesser. Dort könne niemals Wasser durchfließen. „Der Graben müsste einmal durch befähigte Kräfte professionell neu ausgehoben werden, die Sträucher und Bäume auf der Seite der Gemeindeflur entfernt, die Baumwurzel bis auf die Grabensohle entfernt werden“, fordern die beiden Anwohner.

Unter anderem dieser dicke Baumstamm verhindert, dass Oberflächenwasser von einem in den anderen Graben fließen kann.
Unter anderem dieser dicke Baumstamm verhindert, dass Oberflächenwasser von einem in den anderen Graben fließen kann.

Brief an Landrat Groote geschrieben

Reliwette hat sich nun an den für den Gewässerschutz zuständigen Landkreis Leer gewandt und einen Brief an Landrat Matthias Groote (SPD) aus Ostrhauderfehn geschrieben. Landkreis-Sprecher Philipp Koenen bestätigt den Eingang des Schreibens. Er erklärt: „Unser Gesundheitsamt hat den Brief zum Anlass für einen Termin vor Ort genommen. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind an den Idasee gefahren, um zu schauen, ob es dort eine Zuleitung aus Gräben in den See gibt.“

Weitere Angaben dazu machte Koenen nicht. Aber: Bei einer vor einer Woche vorgenommenen Routinekontrolle auf Blaualgen seien die Proben nicht mehr auffällig gewesen. Die Ergebnisse von weiteren Proben stehen noch aus.

Für Reliwette und Nordmann wird diese Antwort nicht befriedigend sein. Sicher ist für die beiden Idafehner: Sie werden an der Sache dranbleiben.

Ähnliche Artikel