Fußball

Siggi John ist der Elfmeterheld – schon wieder

| | 29.07.2021 22:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Hier feiern die Middelser den Torschützen zum 1:0, Johann von Esmarch-Faß (Zweiter von links), später bejubelten sie Torwart Siggi John. Fotos: Doden
Hier feiern die Middelser den Torschützen zum 1:0, Johann von Esmarch-Faß (Zweiter von links), später bejubelten sie Torwart Siggi John. Fotos: Doden
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Der TuS Middels zog wie schon im Vorjahr gegen Kickers nach einem Elfmeterdrama ins Halbfinale des Ostfriesland-Cups ein. Nur hieß der Gegner diesmal Germania Leer, der Mann des Tages war derselbe.

Hochkonzentriert bis zur letzten Sekunde, bis zum entscheidenden Elfmeter: Middels-Torwart Siggi John war der Mann des Tages.
Hochkonzentriert bis zur letzten Sekunde, bis zum entscheidenden Elfmeter: Middels-Torwart Siggi John war der Mann des Tages.
Middels - Es ist ein absolutes Déjà-vu: Wie schon im Vorjahr sorgte Torwart Siggi John mit gehaltenen Elfmetern und einem selbst verwandelten Schuss dafür, dass sein TuS Middels gegen ein klassenhöhreres Team ins Halbfinale des Ostfriesland-Cups einzog. Diesmal hieß der leidtragende Verein nur nicht Kickers Emden wie 2020, sondern Germania Leer. Nach 90 Minuten hatte es am Donnerstagabend vor rund 220 Zuschauern 1:1 gestanden. Es folgte ein Elfmeterkrimi, in dem John zum Held wurde. Erst hielt der 29-Jährige den Schuss von Leers Sandro Poppenga, dann schoss er als siebter Middelser Schütze selbst – und verwandelte rechts oben. Auch im Vorjahres-Viertelfinale gegen Kickers hatte John den letzten Elfmeter seiner Mannschaft getreten, damals allerdings als achter Schütze. „Ans Vorjahr hatte ich beim Elfmeterschießen gar nicht gedacht. Man hat da gar keine Zeit, zu überlegen“, sagte der Mann des Tages.

TuS-Linksverteidiger Manuel Menzel (vorne) war ein lautstarker Antreiber und Organisator.
TuS-Linksverteidiger Manuel Menzel (vorne) war ein lautstarker Antreiber und Organisator.
Nachdem es über den Tag sehr windig gewesen war, wehte zum Anstoß allenfalls ein laues Lüftchen. Bestes Fußball-Wetter also bei angenehmen 18 Grad. Nur passten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase den Windbedingungen an – „tote Hose“ bis zur 20. Minute vor beiden Toren. Nicht eine Torchance gab es. Erstmals brenzlig vor dem Middelser Tor wurde es, als Germania-Neuzugang Sandro Poppenga aus acht Metern am gut aufgelegten Siggi John scheiterte (25. Minute.). Kurz darauf konnte sich auch Joachim Groenewold im Leeraner Tor auszeichnen: Er parierte einen Schuss aus elf Metern von Martin Habben (28.).

Leer vergab die Siegchancen im Spiel

Acht Minuten später war aber auch Groenewold machtlos, als TuS-Kapitän Johann von Esmarch-Faß nach einer Ecke am Fünfmeterraum am höchsten stieg und per Kopf das 1:0 für den Bezirksligisten erzielte. In der Folge zog Leer etwas das Tempo an, kam aber kaum durch die von Torwart Siggi John und Linksverteidiger Manuel Menzel lautstark organisierte Middels-Defensive. Einmal gelang es – und schon zappelte der Ball im Netz. Kurz vor Pausenpfiff drosch Arne Zimmermann nach einer Kopfball-Ablage von Sturmtank Arlind Jonjic das Leder per Volleyschuss ins Middelser Gehäuse – 1:1 zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel bestimmte Leer weiterhin das Spielgeschehen. Es war zu spüren, dass die Germanen das Spiel in den 90 Minuten entscheiden wollten. Doch fand ein Schuss des eingewechselten Tom Böhling (67.) aus spitzem Winkel ebenso nicht den Weg ins Tor wie eine Direktabnahme von Steffen Busemann (78.). So blieb es nach der regulären Spielzeit beim 1:1. „Das ist sehr ärgerlich, da wir genug Möglichkeiten hatten, das Spiel zu entscheiden. Die Chancenverwertung bleibt unser Manko“, sagte Germanias Trainer nach der Partie. TuS-Coach Uwe Langheim zeigte sich logischerweise zufriedener: „Wir haben uns irgendwie ins Elfmeterschießen gerettet. Da haben wir das Glück auf unserer Seite gehabt.“ Glück und mit Siegried John einen Torwart, der Elfmeter halten und versenken kann.

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