Aurich

Teure Übernachtung: Ordnungsamt bittet Wohnmobilisten zur Kasse

Von Rebecca Kresse
 | 24.02.2021 11:22 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Artikel teilen:

Das Ordnungsamt des Landkreises Aurich war am Wochenende unterwegs, um Verstöße gegen die Corona-Regeln zu ahnden. Insgesamt 71 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet. Und die sind zum Teil richtig teuer.

Aurich. Das war eine teure Übernachtung in Ostfriesland: Bis zu 300 Euro müssen einige Wohnmobilisten zahlen, die am Wochenende unerlaubt an der ostfriesischen Küste übernachtet haben. Touristische Übernachtungen sind laut geltender Corona-Verordnung nicht erlaubt.

Das Ordnungsamt des Landkreises Aurich war am Wochenende mit insgesamt 13 Mitarbeitern für Kontrollen im gesamten Kreisgebiet unterwegs. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag bei Verstößen gegen das touristische Übernachtungsverbot für Wohnmobile, sowie Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit beziehungsweise unerlaubte private Zusammenkünfte, teilte der Kreis mit. Und die Mitarbeiter wurden fündig. Insgesamt 71 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden laut Landkreis von den Mitarbeitern eingeleitet, außerdem 44 Platzverweise erteilt und 14 Verwarnungen ausgesprochen.

Camper weigerten sich, abzureisen

Besonders dreist waren die Verstöße einiger Wohnmobilfahrer im Küstenbereich. Insgesamt 49 Wohnmobilfahrer trafen die Ordnungsamtsmitarbeiter am Wochenende dort an. Alle Fahrer wurden dazu aufgefordert, die Küste noch am selben Tag zu verlassen, da sie vor Ort nicht übernachten dürfen. 23 der 49 Wohnmobilfahrer haben dieses Ansinnen der Behörden aber direkt vor Ort abgelehnt. Sie hätten sich schlichtweg geweigert der Aufforderung nachzukommen und angekündigt, nicht mehr am selben Tag nach Hause zu fahren, sagte Kreissprecher Nikolai Neumayer im Gespräch mit den ON. Statt einer Verwarnung wurde bei diesen Campern direkt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das touristische Übernachtungsverbot eingeleitet. Das könne laut Neumayer zwischen 200 und 300 Euro pro Verfahren kosten. Bei den anderen 26 Campern sprachen die Behördenmitarbeiter eine Verwarnung aus. Die Wohnmobilisten wurden aufgefordert, sofort die Heimreise anzutreten. Bei einer Nachkontrolle am Sonntag, mit der die Camper anscheinend nicht gerechnet hatten, stellten die Ordnungsamtsmitarbeiter aber fest, dass weitere vier Besitzer von Wohnmobilen dieser Aufforderung nicht nachgekommen waren, sondern vor Ort in ihren Fahrzeugen übernachtet hatten. Auch in diesen Fällen wurde nachträglich ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Neben den Verstößen gegen das touristische Übernachtungsverbot wurden insgesamt noch 44 solche Verfahren wegen Verstößen gegen die geltenden Regeln für private Zusammenkünfte eingeleitet. Darunter befand sich laut Kreis auch eine Geburtstagsfeier, die gemeinsam mit der Polizei aufgelöst wurde. Zudem wurden 44 Platzverweise und 14 Verwarnungen ausgesprochen.

Alle Kommentare (0)