Entwicklung

C-Port könnte ein Krematorium bekommen

Heiner Stix
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Von Heiner Stix
| 30.11.2020 09:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Ein neues Gewerbegebiet im südwestlichen Teil des Industrieparks soll künftig drei Unternehmen eine Heimat bieten. Möglicherweise ist auch ein Krematorium dabei. Ein Investor interessiert sich deshalb für ein Grundstück. Doch er hat auch eine Alternative.

Friesoythe - Die Nachfrage nach Urnenbestattungen steigt auch im Landkreis Cloppenburg. Die Konsequenz daraus ist, dass Krematorien immer stärker in Anspruch genommen werden. Von Friesoythe aus sind die nächsten Einrichtungen zur Feuerbestattung in Emden, Oldenburg, Osnabrück, und Wilhelmshaven. Das könnte sich bald ändern, denn ein Investor verhandelt mit dem C-Port über den Bau eines Krematoriums in dem Industriepark.

Der Vorsitzende des C-Port-Verbandsausschusses, Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann, legt die Betonung allerdings ganz deutlich auf den Verhandlungsstatus. „Wir hatten eine Anfrage nach einem Grundstück und das Thema im Verbandsausschuss behandelt“, sagt er. Inzwischen habe der Investor sein Vorhaben in dem Gremium vorgestellt und nach Beratung im Ausschuss eine Zusage für ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück im neuen Gewerbegebiet am südwestlichen Ende des Industrieparks bekommen. Ob es tatsächlich zu einer Ansiedlung komme, sei aber noch unklar, betont Stratmann. „Der Investor hat auch noch ein Grundstück im Emsland im Auge“, sagt er. Man müsse jetzt abwarten, wie die Entscheidung ausfalle. Verkehrstechnisch sei das Grundstück im C-Port für so ein Vorhaben allerdings „hervorragend geeignet“.

Drei Interessenten für neues Gebiet

Arno Djuren, der Geschäftsführer des C-Ports, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Krematorium nicht der einzige Betrieb in dem neuen Gewerbegebiet an der Sedelsberger Straße wäre. „Mit einem weiteren potenziellen Investor haben wir die Gespräche für die Ansiedlung eines Cateringbetriebes abgeschlossen, der Verbandsausschuss hat den Verkauf eines Grundstücks beschlossen“, so Djuren. Es seien lediglich noch ein paar Detailfragen zu klären.

Darüber hinaus wird sich in dem Gebiet noch ein Tischlereibetrieb ansiedeln. Das Unternehmen aus der Region erhält in dem Areal am Ems-Dollart-Ring ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück. „Insgesamt freuen wir uns, dass wir die Weichen für die drei Neuansiedlungen gestellt haben“, sagt Djuren. „Dadurch können nach Realisierung etwa weitere 30 Arbeitsplätze im C-Port entstehen.“

21 Hektar Flächen 2020 verkauft

Insgesamt, so Djuren, habe der C-Port im zu Ende gehenden Jahr Flächen in einer Gesamtgröße von 21 Hektar an Investoren verkauft. Auf die Frage, ob sich die Diskussionen um die Anlagen von Revis und Kaskum auf Verkaufsverhandlungen oder das Interesse von Firmen am C-Port negativ ausgewirkt hätten, hat der Geschäftsführer eine klare Antwort: „Aus meiner Sicht: Nein.“

Auch für die nähere Zukunft ist Djuren optimistisch. „Die Herausforderung der nächsten Jahre wird es sein, die geplanten und gegebenenfalls weitere Erschließungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen und zu finanzieren, damit wir für die derzeit und hoffentlich auch perspektivisch hohe Nachfrage nach Flächen durch Unternehmer der Region und von außerhalb gerüstet sind“, sagt er.

Auch der Hafen soll wachsen. Bereits jetzt sei klar, so Djuren, dass 2020 das beste Jahr in der Geschichte des Hafens werde. Anfang 2022 werde man mit der Erweiterung der Kaimauer und dem Bau eines Wendebeckens beginnen. „Mit der landseitigen Erschließung weiterer Flächen von etwa 25 Hektar“, so Djuren, „werden wir voraussichtlich ab Anfang 2021 beginnen.“

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