DFB-Pokal Sabitzer trifft spät: Dortmund bereit für Bayern

David Hammersen, dpa
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Von David Hammersen, dpa
| 27.10.2026 22:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Lieferten sich eine umkämpfte Partie: Borussia Dortmund und der SV Werder Bremen. Foto: Fabian Strauch/dpa
Lieferten sich eine umkämpfte Partie: Borussia Dortmund und der SV Werder Bremen. Foto: Fabian Strauch/dpa
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Lange scheint für den BVB gegen den Werder in der zweiten Pokalrunde alles klar. Doch dann bringt ausgerechnet Füllkrug die Bremer zurück ins Spiel. Ein Last-Minute-Tor von Sabitzer rettet den Sieg.

Nach seinem Last-Minute-Treffer im Pokal-Krimi gegen Werder Bremen wurde Marcel Sabitzer von den Dortmunder Fans ganz besonders gefeiert. „Das ist einer der emotionalsten Momente im BVB-Trikot“, sagte der Österreicher nach dem 3:2 (2:0) in einem packenden Cup-Duell bei Sky.

Mit dem Einzug ins Achtelfinale feierte die Borussia eine gelungene Generalprobe für das Topspiel in der Fußball-Bundesliga gegen Bayern München am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky). „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“, hallte es nach der Partie durch den Signal Iduna Park.

Sabitzer traf in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem herrlichen Freistoß zum Dortmunder Sieg. Zuvor hatte der eingewechselte Niclas Füllkrug mit einem Doppelschlag (65./69. Minute) die frühe BVB-Führung durch Serhou Guirassy (6.) und Carney Chukwuemeka (17.) im mit 81.365 Fans ausverkauften Dortmunder Fußball-Tempel wettgemacht. „Das tut sehr weh. Das Traurige im Pokal ist, dass es jetzt nicht weitergeht“, sagte Bremens Mitchell Weiser.

Dortmund startet furios

18 Tage nach dem 2:2 der beiden Traditionsvereine in der Bundesliga wollte Borussia Dortmund schnell für klare Verhältnisse sorgen und legte vor den heimischen Fans furios los. Besonders Maximilian Beier wirbelte und stellte die Bremer in den ersten Minuten über die linke Außenbahn vor Probleme. Eine Hereingabe des 24-Jährigen landete in der sechsten Minute über Julian Ryerson im Strafraum bei Guirassy. Der Stürmer schloss per Direktabnahme zur frühen Dortmunder Führung ab. 

Die Gäste aus Bremen, die ohne ihren Goalgetter Füllkrug starteten, positionierten sich in einer tiefstehenden Formation und bekamen zu Beginn des Spiels kaum einen Fuß in die Tür. Vielmehr waren es die Gastgeber, die weiter dominant auftraten und auf das zweite Tor drängten. Folgerichtig trafen die Schwarz-Gelben noch in der Anfangsphase durch Guirassy nach einem Eckball zum vermeintlichen 2:0, doch der Videoassistent nahm den Treffer wegen einer Abseitsstellung wieder zurück (14.). 

Guirassy verpasst 3:0

Von dem aberkannten Tor ließen sich die Dortmunder aber nicht beirren und spielten weiter mutig nach vorn. Das Team von Trainer Kovac erarbeitete sich Chance um Chance, nach einer Ablage von Jobe Bellingham schob Chukwuemeka hochverdient ins rechte untere Eck zum zweiten BVB-Treffer des Abends ein (17.). 

Trotz der kleinen Torannäherungen durch Grüll (27./33.) zeigten die Norddeutschen einen schwachen Auftritt im ersten Durchgang. Dortmund hatte unter anderem durch einen Kopfball von Guirassy (38.) Möglichkeiten, die Führung weiter auszubauen, ein dritter Treffer gelang den Schwarz-Gelben vor der Pause aber nicht. 

Füllkrug sorgt für den Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel verpasste es der BVB, durch zwei gute Gelegenheiten von Felix Nmecha (54.) und Chukwuemeka (56.) alles klar zu machen. Werder-Trainer Daniel Thioune reagierte auf den bis dato schwachen Auftritt seiner Mannschaft und wechselte unter anderem mit Füllkrug und Mitchell Weiser zwei Leistungsträger ein. Die Wechsel veränderten die Dynamik der Partie völlig.

Nach einem Foulspiel an Mick Schmetgens traf Füllkrug zunächst per Foulelfmeter zum Bremer Anschlusstreffer (65.). Wenige Minuten später tankte sich Füllkrug im Alleingang durchs Mittelfeld und glich binnen weniger Minuten zum vom Gästeblock umjubelten 2:2 (69.) aus. Nach einem Konter hatte Weiser kurz darauf sogar die Bremer Führung auf dem Fuß (75.), verpasste aber knapp. Kurz vor Schluss dann doch noch die Wende: Sabitzer zirkelte einen Freistoß sehenswert zum Sieg ins Tor (90+3.).

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