Fußball-Bundesliga Kopfzusammenstoß überschattet Kölns 0:0 gegen Schalke
Im NRW-Duell liefern sich der 1. FC Köln und Schalke 04 ein ausgeglichenes Duell. Tore fallen nicht. Dafür überschattet ein heftiger Kopfzusammenstoß die Partie.
Der 1. FC Köln und Schalke 04 haben sich im 129. Traditionsduell torlos getrennt. Überschattet wurde das 0:0 von einem heftigen Kopfzusammenstoß der Schalker Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi. Während Köln durch das Remis zu Hause in dieser Saison ungeschlagen bleibt, aber erstmals in diesem Jahr in einem Heimspiel ohne eigenen Treffer auskommen muss, ist es für Schalke die vierte sieglose Partie in Serie.
Besondere Brüder-Premiere beim FC
Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Stadion gehörte die erste Chance nach fünf Minuten den Gästen: El-Faouzi verfehlte im Strafraum knapp den linken Pfosten. Auf Kölner Seite sorgte Said El Mala, dessen ein Jahr älterer Bruder Malek erstmals im Profi-Kader stand, mit einer Einzelaktion (11.) für Gefahr. Der deutsche Nationalspieler blieb jedoch hängen und animierte anschließend vor der Südtribüne die Fans zu lautstärkerem Support.
Im dunkelroten Sondertrikot zu Ehren des kölschen Musikers Willi Ostermann bekam Köln zunehmend mehr Kontrolle. Nach einem Abseitstreffer von Isak Johannesson (16. Minute) setzte El Mala einen zuvor von Schalke-Keeper Loris Karius abgewehrten Ball im Nachschuss knapp links am Pfosten vorbei (18.). In einer ausgeglichenen Partie bemühten sich beide Teams, das Mittelfeld schnell zu überbrücken, scheiterten aber zu oft an Ungenauigkeiten.
Blutiger Schreckmoment für Schalke
Kurz vor der Pause mussten die ohnehin von mehreren Ausfällen, darunter Kapitän Kenan Karaman, geplagten Schalker um Trainer Miron Muslic dann einen Schreckmoment verkraften. Nach einem heftigen, blutigen Kopfzusammenstoß mussten Gosens und El-Faouzi mehrere Minuten auf dem Platz behandelt und anschließend ausgewechselt werden. Beide wurden mit Kopfverbänden von Betreuern gestützt vom Feld begleitet.
Noch vor dem Halbzeitpfiff gab Schalke aber vorsichtig Entwarnung. Beide Spieler würden in der Kabine medizinisch betreut und seien „gut ansprechbar“, teilte der Verein mit. Auf dem Platz nutzte Linton Maina einen ungenauen Schalker Rückpass in der achtminütigen Nachspielzeit für einen weiteren Vorstoß Richtung Tor. Sein Zuspiel erreichte El Mala jedoch nur auf Kniehöhe, von wo der Ball über den Kasten sprang.
Wenig Gefahr nach der Pause - Pfiffe gegen Wagner
Kurz nach Wiederanpfiff musste Kölns Torhüter Marvin Schwäbe erstmals eingreifen und einen Kopfball von Junior Adamu nach vorne abwehren. Auch danach hatte Schalke etwas mehr Spielanteile, während Köln den schnellen Umschaltmoment suchte. In Sachen letzter Pass oder Abschluss fehlt es beiden aber weiterhin an Genauigkeiten. Marius Bülter prüfte Karius mit einem harmlosen Distanzschuss (65.).
Für den ersten Kölner Wechsel von Mickey Moore zu Luca Waldschmidt (68.) erntete Coach René Wagner nicht nur Pfiffe, sondern auch vereinzelt „Wagner-raus“-Rufe von der Tribüne. Immerhin kam Waldschmidt wenig später zu einer Chance, doch Schalke-Schlussmann Karius verhinderte mit einer Doppelparade gegen ihn und Bülter (74.) den Kölner Treffer. Weitere Höhepunkte bleiben danach auf beiden Seiten aus.