Kolumne „Frau am Freitag“ „Lever dood as Sklav“ – Freiheit ist nicht verhandelbar

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Eine Kolumne von Kristina Groeneveld
| 11.09.2026 08:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die „Frau am Freitag“ beschäftigt in dieser Woche das Ergebnis der anstehenden Wahl. Symbolfoto: Pixabay
Die „Frau am Freitag“ beschäftigt in dieser Woche das Ergebnis der anstehenden Wahl. Symbolfoto: Pixabay
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Die „Frau am Freitag“ besinnt sich in dieser Woche auf ihre ostfriesischen Wurzeln. Der Wahlsonntag wird ein entscheidender Moment, um Haltung für Freiheit zu zeigen.

„Eala Frya Fresena“ – den Spruch kennt in Ostfriesland doch fast jede, oder? „Seid gegrüßt, ihr freien Friesen“ heißt dieser Satz ins Hochdeutsche übersetzt. Und die „Frau am Freitag“ findet, dass es gerade in dieser Woche besonders wichtig ist, dass wir uns auf unsere ostfriesischen Wurzeln zurückbesinnen.

Die Idee der Freiheit gehört zum historischen Selbstverständnis dieser Region. Wir Ostfriesinnen und Ostfriesen verstehen uns als freies Volk. Die Antwort auf den Gruß „Eala Frya Fresena“ lautet schließlich „Lever dood as Sklav“ – auf Hochdeutsch: „Lieber tot als Sklave.“ Und so sehe ich es auch mit Blick auf die Wahlen am Sonntag.

Wir lassen uns doch nicht von rechten Ideologen vor den Karren spannen. Wir durchschauen die populistischen Taktiken, mit denen eine in Niedersachsen als „gesichert rechtsextremistische“ geltende Partei versucht, auf Wählerfang zu gehen.

Und gerade wir Frauen sollten uns nichts vormachen: Unsere Rechte könnten massiv eingeschränkt werden, wenn wir jetzt nicht handeln und gegensteuern. Folgende Pläne stehen im Raum: Nicht nur sollen in Niedersachsen die Mittel für Schwangerschaftskonfliktberatung, Frauenhäuser und weitere frauenpolitische Themen gekürzt werden. Wir Frauen sollen außerdem mehr Kinder bekommen und durch angebliche Förderungen am besten auch gleich Vollzeit-Hausfrauen werden – anstatt die Kinder in Kitas zu bringen und weiterhin einem Beruf nachzugehen.

Was bedeutet das? Abhängigkeit bedeutet das. Denn wer als Frau keine eigenen Einnahmen mehr generieren kann, ist abhängig vom Ehemann. Und das ist inakzeptabel.

Ich bin Ostfriesin von Geburt an und ich bin stolz auf meine Wurzeln und auf die Friesische Freiheit. Ich bin nicht bereit, diesen wichtigen Teil meiner Identität aufzugeben. Es geht bei dieser Wahl um weit mehr als um Protest oder darum, ein Zeichen gegen alles zu setzen, was derzeit schiefläuft. Es geht darum, als aufrechte Ostfriesin Haltung zu zeigen. Ich hoffe, dass wir alle an diesem Sonntag ein Zeichen setzen – für unsere Freiheit. Und bis die Wahlergebnisse am Sonntagabend feststehen, heißt es „tapfer bleiben!“.

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