Luftverkehr Vulkanausbruch in Indonesien: Hunderte Flüge betroffen
Im Inselstaat Indonesien gibt es mehr aktive Vulkane als in jedem anderen Land der Welt. Nach einem Ausbruch in der Meerenge von Sunda hat der Wind Vulkanasche nun bis nach Jakarta gebracht.
Am Flughafen der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind wegen eines Vulkanausbruchs Hunderte Flüge gestrichen worden. Der Grund dafür ist die Präsenz von Vulkanasche am Flughafen, wie die Luftfahrtbehörde am Morgen mitteilte. Vulkanasche ist für Flugzeuge gefährlich – unter anderem, weil sie Triebwerke beschädigen kann.
Nach Angaben des indonesischen Betreibers InJourney Airports musste der Flughafen vorübergehend geschlossen werden, mehr als 760 Flüge waren betroffen. Sie wurden entweder komplett gestrichen, umgeleitet oder waren verspätet. Unter den gestrichenen Flügen waren auch zahlreiche internationale Verbindungen, darunter nach Hongkong, Sydney, Seoul und Amsterdam.
Mehr Vulkane als in jedem anderen Land der Welt
Die Asche ging vom Vulkan Anak Krakatau aus, der eine kleine Vulkaninsel rund 150 Kilometer westlich des Flughafens in der Straße von Sunda bildet. Der jüngste Ausbruch des Vulkans in der Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java hatte den Behörden zufolge am Freitag begonnen.
Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer Zone besonders intensiver vulkanischer und seismischer Aktivität. In dem südostasiatischen Inselstaat gibt es etwa 130 aktive Vulkane – mehr als in jedem anderen Land der Welt.