Raumfahrt Kritisches Manöver an Merkur-Sonde „Bepicolombo“ geglückt

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Von dpa
| 03.09.2026 16:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nach acht Jahren erreicht die Sonde ihr Ziel. (Handout) Foto: ESA/ATG medialab/dpa
Nach acht Jahren erreicht die Sonde ihr Ziel. (Handout) Foto: ESA/ATG medialab/dpa
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Ein Manöver an der Merkur-Mission galt im Vorfeld als kritisch. Monate trainierten Experten verschiedene Szenarien.

Nach acht Jahren Flug durch das innere Sonnensystem ist die Merkur-Sonde „Bepicolombo“ mit der Abtrennung eines Antriebsmoduls auf der Zielgeraden zur Erforschung des kleinsten Planeten. Das zuvor als „kritischer Meilenstein“ und „Hochrisiko-Operation“ bezeichnete Manöver ist nach Milliarden zurückgelegter Kilometer abgeschlossen, wie eine Liveübertragung aus dem Kontrollzentrum der europäischen Raumfahrtbehörde Esa in Darmstadt zeigte. Die beiden Orbiter an Bord sind jetzt auf dem Weg zu ihren geplanten Umlaufbahnen.

Merkur am wenigsten erforscht im inneren Sonnensystem

Mit der rund 1,7 Milliarden Euro teuren gemeinsamen Mission der Esa und der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa will man mehr über den kleinsten Planeten erfahren. Der Esa zufolge ist Merkur der am wenigsten erforschte Planet im inneren Sonnensystem. „Da sind jede Menge Fragen offen“, sagte der leitende Projektwissenschaftler der ESA, Geraint Jones, vor der Abtrennung. So sollen die beiden Orbiter mit einer Vielzahl an Instrumenten das Magnetfeld untersuchen, die Oberfläche erforschen und kartieren, den Kern und eine Gashülle des schweren Planeten untersuchen und auch Einblicke in die Entstehung der Planeten geben.

Signale sind mehr als elf Minuten unterwegs

Das Manöver der Abtrennung des nicht mehr benötigten Antriebsmoduls galt im Vorfeld als kritisch. Es gab nur eine Chance, damit die beiden Orbiter später in ihre richtige Position in unterschiedliche Umlaufbahnen kommen. „Wir haben in den letzten Monaten verschiedene Szenarien trainiert“, sagte der Leiter des Missionsbetriebs für das innere Sonnensystem der Esa, Ignacio Tanco, über die Vorbereitungen in Darmstadt. Wegen der Entfernung könnten Korrekturen erst Minuten später eingeleitet werden. Signale dauern von der Sonde bis zur Erde über elf Minuten und genauso lange wieder zurück.

Nach der Abtrennung fliegt „Bepicolombo“ nun im freien Fall auf Merkur zu, teilte die beteiligte Technische Universität Braunschweig mit. Gefahren sind die Nähe zur Sonne mit ihrer Gravitation und die extremen hohen Temperaturen. 

Was ist geplant?

Geplant ist nun, dass sich die beiden Orbiter am neunten auf den zehnten Dezember trennen und dann im Dezember und im März in ihre Umlaufbahnen eintreten. Im April soll dann die wissenschaftliche Arbeit der Mission beginnen.

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