Fahndung auf Hochtouren Schüsse nach Rave: Schweizer Polizei sucht Videos

dpa
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Von dpa
| 31.08.2026 01:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Polizei ruft Besucher auf, ihre Videos für Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Foto: Michael Buholzer
Die Polizei ruft Besucher auf, ihre Videos für Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Foto: Michael Buholzer
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Mysteriöse Schüsse nach dem Techno-Rave: Was haben Gäste per Handy womöglich aufgenommen? Die Polizei bittet um Mithilfe bei den Ermittlungen.

Nach den Schüssen bei einem Techno-Rave im Kanton Aargau sucht die Schweizer Polizei nach Handy-Videos von der Veranstaltung. Teilnehmer und Anwohner wurden aufgerufen, Aufnahmen aus der Nacht zur Verfügung zu stellen. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss über den Hergang und über den oder die flüchtigen Täter. Auch mehr als 30 Stunden nach den Schüssen veröffentlichte die Polizei keine weiteren Details. Ob ein oder mehrere Täter geschossen haben, ist nach bisherigen Angaben unklar.

Inzwischen ist auch die Bundespolizei Fedpol beteiligt. Sie hält vor allem den Kontakt zu ausländischen Ermittlungsbehörden.

Bei den Schüssen in der Nacht zum Sonntag auf dem Gelände des Rennvereins starb eine 22-jährige Italienerin. Vier Menschen im Alter von 24 bis 31 Jahren wurden verletzt, darunter eine Deutsche.

Tatort unweit der deutschen Grenze

Alle Verletzten sind außer Lebensgefahr, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ob die Deutsche das Krankenhaus bereits verlassen konnte, wollte sie aus Datenschutzgründen nicht sagen. Alle Betroffenen leben in der Schweiz. Für Montag war zunächst keine weitere Pressekonferenz vorgesehen. Neue Erkenntnisse würden im Laufe des Tages auf der Webseite veröffentlicht, sagte die Sprecherin der dpa.

Die Fahndung läuft auch mit deutscher Unterstützung. Der Tatort liegt nur rund 25 Kilometer südlich von Bad Säckingen auf deutscher Seite der Grenze. „Mehrere Behörden aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland sind in die Ermittlungen involviert“, teilte die Polizei mit.

Zwei verschiedene Schusswaffen

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Dazu gehören ein Terrorakt, ein Amoklauf und eine mögliche Abrechnung im kriminellen Milieu, wie der Polizeichef des Kantons, Michael Leupold, sagte. Er geht von Zufallsopfern aus. Die Betroffenen hätten sich nicht gekannt.

Die Party mit etwa 3.500 Menschen war bereits zu Ende, als die Schüsse fielen. Auf dem Gelände hielten sich aber noch mehr als 100 Menschen auf. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde an zwei verschiedenen Orten und mit zwei Waffen geschossen. Am Tatort wurden unterschiedliche Hülsen gefunden, die zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passen.

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